20.06.25
Die Ruhrbahn, die Stadtwerke Oberhausen (StOAG) und die Stadtwerke Krefeld Mobil (SWK Mobil) haben sich auf eine enge Zusammenarbeit bei der gemeinsamen Beschaffung moderner Niederflurstraßenbahnen verständigt. Ziel der Kooperation ist es, wirtschaftliche Vorteile zu erzielen und den Ausbau sowie die Modernisierung des Nahverkehrs effizient voranzubringen. Die Verkehrsunternehmen stehen vor einer doppelten Herausforderung: Einerseits müssen ältere Fahrzeuge ersetzt werden, andererseits ist angesichts wachsender Anforderungen an die urbane Mobilität eine Erweiterung der Fahrzeugflotten notwendig.
Um den damit verbundenen finanziellen und zeitlichen Aufwand – von der Ausschreibung bis zur Abnahme der Fahrzeuge – effizient zu bewältigen, setzen Ruhrbahn, STOAG und SWK MOBIL auf ein gemeinsames Vergabeverfahren.
„Mit der gemeinsamen Ausschreibung zur Beschaffung einheitlicher Fahrzeuge schlagen wir einen neuen Weg ein. Diese partnerschaftliche Kooperation ermöglicht es den Städten, die Kosten für den kommunalen ÖPNV zu reduzieren. Davon profitieren nicht nur die kommunalen Haushalte, sondern vor allem die Bürgerinnen und Bürger – durch finanzielle Entlastung und ein modernes, attraktives Nahverkehrsangebot. Ich freue mich sehr, dass wir diese zukunftsweisende Zusammenarbeit gemeinsam auf den Weg bringen konnten“, so Linda Kisabaka, Sprecherin der Geschäftsführung der Ruhrbahn.
Die europaweite Ausschreibung erfolgt im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb. Der Aufruf zum Verfahren wurde am 5. Juni im europäischen Amtsblatt veröffentlicht. Für Anfang Juli ist die Öffnung der Teilnahmeanträge geplant. Im weiteren Verlauf werden geeignete Bieter ausgewählt, die anschließend zur Angebotsabgabe aufgefordert werden. Die Auftragsvergabe ist für 2026 vorgesehen.
Die Ausschreibung gliedert sich in drei Lose, die den spezifischen Bedarf der jeweiligen Partnerunternehmen abbilden: Los 1 umfasst die Bestellung durch die Ruhrbahn, die für den Einsatz in Essen die Beschaffung von mindestens vierzig Niederflurstraßenbahnen mit einer Fahrzeuglänge von vierzig Metern vorsieht. Darüber hinaus besteht eine Option auf die Bestellung von bis zu weiteren zehn Fahrzeugen mit gleicher Länge sowie bis zu sechs zusätzlichen Straßenbahnen mit einer Länge von dreißig Metern.
Im Rahmen von Los 2 plant die SWK MOBIL aus Krefeld die Anschaffung von sechs Niederflurstraßenbahnen mit einer Länge von dreißig Metern. Auch hier ist eine optionale Erweiterung vorgesehen: Bis zu sieben weitere Fahrzeuge dieser Länge können bei Bedarf zusätzlich geordert werden. Los 3 betrifft die StOAG, die für Oberhausen die Lieferung von vier Niederflurstraßenbahnen mit einer Fahrzeuglänge von ebenfalls dreißig Metern beabsichtigt. Optional besteht zudem die Möglichkeit, bis zu fünf weitere Fahrzeuge mit einer Länge von vierzig Metern sowie ein zusätzliches Fahrzeug mit dreißig Metern Länge zu bestellen.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de