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Investitionen in Sachsen-Anhalt

20.06.25

Das Land Sachsen-Anhalt wird in den Jahren 2025 und 2026 insgesamt 212 Millionen Euro in den öffentlichen Verkehr investieren, wovon 136 Millionen Euro vom Bund kommen und 76 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt. „Mit dem Geld stärken wir das System des öffentlichen Nahverkehrs, gestalten das Angebot attraktiver und gewinnen damit neue Fahrgäste“, erklärte die Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Lydia Hüskens (FDP), letzte Woche nach der Kabinettssitzung in Magdeburg.

„Wir geben damit auch wichtige Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung hierzulande“, betonte sie. In vielen Fällen übernehme das Land mit seinem Beitrag die nötige Anschubfinanzierung, um große Vorhaben in Gang zu bringen und damit wichtige Investitionen nach Sachsen-Anhalt zu holen. Zugleich helfe die Landesförderung den Kommunen, ihre eigenen Nahverkehrsinvestitionen zu finanzieren, ergänzte die Ministerin.

Über das ÖPNV-Investitionsprogramm sollen in den nächsten beiden Jahren rund 270 konkrete Projekte gefördert werden, darunter knapp sechzig neue Vorhaben. Beispielhaft nannte Hüskens die Sanierung und den Ausbau von Bahnstationen im Bahnhofsprogramm entsprechend einer Rahmenvereinbarung mit der Deutsche Bahn AG, in Berga-Kelbra, Ditfurt, Erdeborn, Güsten, Oebisfelde und Zerbst (Anhalt). Dazu kommt die Umgestaltung von Bahnhofsumfeldern im Schnittstellenprogramm zu barrierefreien, gut funktionierenden und attraktiven Verknüpfungspunkten der verschiedenen Verkehrsmittel in Ditfurt, Fischbeck, Gräfenhainichen, Hettstedt, Kötzschau, Möser, Neinstedt, Stumsdorf, Weißenfels und Wolmirstedt.

Weiterhin geplant ist die Revitalisierung von Bahnhofsgebäuden („REVITA“) in Gardelegen, Magdeburg-Buckau, Magdeburg-Neustadt, Schönebeck (Elbe) und Zerbst (Anhalt). Außerdem plant man den Ausbau und die Erweiterung des landesweiten Auskunftssystems für den öffentlichen Verkehr INSA (dynamische Fahrgastinformation mit Echtzeitdaten, Erweiterung Tarifauskunft, Anschlusssicherung) und die Förderung des Aus- bzw. Neubaus von Gleisanlagen für Straßenbahnen, einschließlich Großvorhaben im Rahmen des GVFG-Bundesprogramms in Halle und Magdeburg sowie Stadtbahnprojekt Halle sowie die zweite Nord-Süd-Verbindung in der Landeshauptstadt Magdeburg.

Im kommunalen Verkehr plant man die Förderung der Wiederherstellung des Straßenbahnbetriebshofes Nord der Magdeburger Verkehrsbetriebe GmbH sowieso die Fahrzeugförderung in Halle an der Saale und Magdeburg. „Mobilität bedeutet Freiheit. Zur Freiheit gehört auch eine echte Auswahl des Verkehrsmittels. Wir wollen, dass die Menschen in unserem Land alle Formen der Mobilität frei wählen können. Dafür braucht es gut ausgebaute Infrastrukturen: Radwege genauso wie Straßen, mitsamt den Brücken und natürlich attraktive Angebote des öffentlichen Nahverkehrs. Daran arbeiten wir. Jeden Tag. Die vielen Projekte sind gelebte Beispiele dafür“, so Lydia Hüskens.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de