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BaWü fördert Mobilstationen

24.06.25

In Baden-Württemberg wurde eine neue Internetseite vorgestellt, die zeigt, wie die Kommunen Mobilstationen aufbauen und unterhalten können. Betrieben wird sie von der Klimaschutz- und Energieagentur des Landes (KEA). Der digitale Praxisleitfaden erklärt das Konzept von Mobilstationen und ihre Rolle im Verkehrs- und Mobilitätsmanagement. Vertreter von Kommunen können auf der Website zum Gestaltungskonzept neun verschiedene Module wie Infostele, Wartehäuschen oder Schließ- und Reparaturanlagen für Fahrräder wählen.

Zudem erfahren sie, wie sie die Fördermittel des Landes beantragen. Mobilstationen kennen viele aus Großstädten – Hauptbahnhöfe sind Paradebeispiele. Sie verknüpfen eine Vielzahl von Mobilitätsangeboten wie Bus, Bahn, Leihräder, Carsharing, P&R-Parkplätze, Fahrradparkhäuser und Taxis. So können Menschen unkompliziert mehr als ein Verkehrsmittel pro Strecke zu nutzen. Auch für ländliche Kommunen, wo das Auto den Verkehr dominiert, lohnt sich das Modell.

Der letzte Weg vom Bahnhof bis zum tatsächlichen Ziel ist für viele oft nicht gut angebunden. Das erschwert einen Umstieg auf Fahrrad oder ÖPNV. Mit dem Aufbau einer Mobilstation erhöht sich die Nutzung dieser Fortbewegungsmittel. So stärken Kommunen einen nachhaltigen, sicheren und stressfreien Verkehr. In Baden-Württemberg existieren viele Orte, an denen bereits heute das Umsteigen von einem auf das andere Verkehrsmittel einfach möglich ist. Wo dies der Fall ist, zeigt eine interaktive Karte auf der neuen Website.

Viele dieser Orte werden von den Menschen jedoch nicht als Mobilstation mit den entsprechenden Vorteilen wahrgenommen. Mit verschiedenen Modulen in einheitlichen Landesfarben können Kommunen stärker auf das Angebot aufmerksam machen. Der digitale Praxisleitfaden enthält alle verfügbaren Module und das Gestaltungskonzept für das baden-württembergische Design.

Zu den Modulen einer Mobilstation zählen unter anderem Infostelen, Wartehäuschen, Rad-Reparaturstationen, Mitfahrbänke oder Radsammelschließanlagen mit elektronischem Zugangssystem. Städte und Gemeinden können frei entscheiden, welche zu ihrer Mobilstation passen. In Zukunft ist dafür keine Ausschreibung nötig, die Module lassen sich dank eines Rahmenvertrags des Landes mit Herstellern unkompliziert und kostengünstig beziehen.

Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) sagte: „Mobilstationen sind besonders klimafreundliche Vorhaben. Sie verbinden verschiedene Verkehrsmittel und ermöglichen so einen einfachen Umstieg. Daher fördert das Land Baden-Württemberg den Aufbau einer Mobilstation als Beitrag zu nachhaltiger Mobilität mit bis zu 75 Prozent. Zudem unterstützt das Landesverkehrsministerium Städte und Kreise mit einer attraktiven Förderung für Fachkräfte.“

Die neue Website führt schrittweise durch den Fördermittelantrag und erklärt, worauf Kommunen beim Ausfüllen achten sollten. Das neu freigeschaltete Informationsportal wird laufend aktualisiert und erweitert.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de