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Wien: Modernisierung geht weiter

25.06.25

Die Wiener Linien nutzen die verkehrsarme Sommerzeit, um das Tram- und U-Bahnnetz zu sanieren. Die Gleismodernisierungsoffensive bringt dieses Jahr rund elf Kilometer neue Gleise und 45 Weichen für zahlreiche Linien. Die U4-Modernisierung des Tunnels unter dem Franz-Josefs-Kai wird in den Ferien fortgesetzt. Nach der erfolgreichen Instandsetzung des U4-Tunnels zwischen Schwedenplatz und Schottenring im Vorjahr, ist heuer der nächste Abschnitt dran: Zwischen Schottenring und Friedensbrücke werden Tunneldecke und Tunnelträger der U4 saniert.

In den Sommerferien fährt die Linie deshalb geteilt von Hütteldorf bis Schottenring und von Heiligenstadt bis Friedensbrücke. Ersatzweise fahren die Linie E4 sowie die Linie D von Nußdorf bis zum Schottenring. Aufgrund der Linienteilung der U4 und der S-Bahn-Stammstrecke zwischen Floridsdorf und Praterstern werden zudem die Intervalle der Linien U6, 2, 30 und 31 verdichtet. Straßenbahngleise und Weichen müssen in regelmäßigen Abständen getauscht werden, die Wiener Linien setzen dabei auf großflächige Abschnitte, um spürbare Verbesserungen zu erwirken.

Gute Nachrichten für den 14. Und 15. Bezirk: Der 49er fährt nach der Gleissanierung ab 30. Juni wieder auf seiner regulären Strecke. Rund 1.800 Meter Gleise und Oberleitungen wurden seit April erneuert und die Haltestellen Johnstraße und Breitensee wurden verbessert. Auch die Arbeiten am Franz-Jonas-Platz sind Ende Juni fertig. Die Linien 25, 26 und 31 fahren wieder bis zum ihrem regulären Betriebsschluss. Währenddessen läuft die Erneuerung der Gleise der Linie 18 im dritten Bezirk auf Hochtouren und bis Jahresende werden 2.500 Meter Gleise getauscht.

Durch das dichte Angebot von Bus-, Straßenbahn- und U-Bahnlinien und den Ersatzangeboten kommen Öffi-Fahrgäste auch in den Sommermonaten gut durch Wien. Die Wiener Linien verdichten die Intervalle und Sharing-Angebote im Umfeld von Baustellen. Bei der Straßenbahnlinie 44 werden größere Fahrzeuge eingesetzt, um auf alternativen Routen mehr Kapazitäten zu schaffen. Dort wo Zusatzangebote sinnvoll und möglich sind, werden Ersatzbusse oder Straßenbahnen eingesetzt. Ergänzt durch das Bike-Sharing WienMobil Rad und OnDemand-Angebote wie dem Hüpfer oder Shuttleservices für mobilitätseingeschränkte Menschen, bleibt man so auch in Baustellenphasen in Wien mobil.

Baustellen sind essenziell, damit Wien in Bewegung bleibt. Auch wenn sie selten Begeisterung auslösen, zeigen die Wiener Linien mit Humor und einer klaren Haltung, dass man trotzdem darüber schmunzeln kann. Die Modernisierungs-Kampagne der Wiener Linien setzt seit ab sofort wieder auf humorvolle Botschaften und Augenzwinkern, um Akzeptanz für notwendige Instandhaltungsarbeiten zu gewinnen. Neben den Sanierungen schreitet auch der Netzausbau voran: Im Herbst gehen mit den Linien 12 und 27 zwei neue Straßenbahnlinien in Betrieb, die Verlängerung der Linie 18 ist seit dem 2. Juni im Bau.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de