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Bauaufträge für Hagen-Köln vergeben

15.07.25

DB InfraGO hat die ersten Bauaufträge für die Generalsanierung der rund 65 Kilometer langen Strecke zwischen Ruhrgebiet und Rheinland vergeben. Die umfangreichen Bauarbeiten auf dem Korridor erfolgen von Februar bis Juli kommenden Jahres zwischen Hagen und Köln über Wuppertal und Solingen. Nach einem europaweiten Ausschreibungsverfahren hat die Bietergemeinschaft um die Unternehmen Eiffage Infra-Rail GmbH (Niederlassung West), KAF Falkenhahn Bau AG, Schweerbau GmbH & Co. KG (Niederlassung Bochum) sowie die Geschw. Balter Bauunternehmung GmbH den Zuschlag für das erste Baulos erhalten.

Das zweite Baulos wurde an die Bietergemeinschaft der Unternehmen Schweerbau GmbH & Co. KG, H.F. Wiebe GmbH & Co. KG sowie Joseph Hubert Bauunternehmung GmbH & Co. KG vergeben. Für die Sanierung der Oberleitung erhielten gesondert die EUROPTEN Deutschland GmbH sowie die Konzerntochter DB Bahnbau Gruppe GmbH den Zuschlag. Damit ist der Großteil der Bauleistungen vergeben. Voraussichtlich im Herbst 2025 sollen die letzten Baufirmen gebunden werden.

Sandra Katz, Leiterin Generalsanierung West: „Die letzten Wochen und Monate waren für das Projektteam sehr intensiv und arbeitsreich. Die Vergabe eines solch großen Bauvolumens ist auch für uns nach wie vor etwas Besonderes und gehört nicht zum Alltagsgeschäft. Umso mehr sind wir froh, dass alles reibungslos geklappt hat und wir jetzt gemeinsam mit den Unternehmen in die Detailplanung für die Korridorsanierung zwischen Hagen und Köln einsteigen können.“

Der Streckenabschnitt Hagen–Wuppertal–Köln ist eine der wichtigsten Fern- und Nahverkehrsachsen in Nordrhein-Westfalen. Hier verkehren bereits heute ICE-, Regional- und Güterverkehrszüge in einem dichten Takt. Mit der Korridorsanierung werden zahlreiche Arbeiten entlang der Strecke gebündelt, die die Infrastruktur langfristig leistungsfähiger und deutlich weniger störanfällig machen. Der gesamte Abschnitt wird dadurch künftig wesentlich robuster, der Zugverkehr pünktlicher und zuverlässiger.

Hierfür planen die Bauteams zwischen Hagen und Köln unter anderem Gleise, Weichen und Brücken zu erneuern. Außerdem sollen insgesamt zwölf Stationen während der Zeit der Korridorsanierung und darüber hinaus bis Ende 2027 modernisiert und aufgewertet werden. Reisende profitieren so künftig von attraktiven, barrierefreien Bahnhöfen und einer modernen und zukunftsfähigen Infrastruktur. Zusätzlich sorgen Schallschutzwände entlang der Strecke auch dafür, dass es für Anwohner deutlich leiser wird.

Für die Dauer der Korridorsanierung zwischen Hagen und Köln erarbeiten die Eisenbahnverkehrsunternehmen und die im Nahverkehr zuständigen Aufgabenträger gemeinsam mit der DB ein leistungsstarkes Verkehrskonzept. Geplant ist ein hochwertiger Ersatzverkehr mit Reisebussen, mit dessen Durchführung die beiden Unternehmen DB Regio Straße und die go.on GmbH bereits jetzt verbindlich beauftragt worden sind.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de