16.07.25
Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und die Deutsche Bahn mit der S-Bahn München weiten ihr Engagement für seelische Gesundheit deutlich aus. Gemeinsam unterstützen sie das psychosoziale Beratungs- und Hilfeangebot des Krisendienst Psychiatrie Oberbayern und machen auf die telefonische Soforthilfe aufmerksam. Bereits seit einiger Zeit machen MVG und DB in München mit Plakaten und Schildern an ausgewählten Stationen sowie im Fahrgastfernsehen auf das kostenfreie Hilfsangebot aufmerksam.
„Sprich mit uns! Wir sind für Dich da!“, lautet das niederschwellige Angebot mit dem Hinweis auf die Nummer des Krisendiensts: 0800 / 655 3000. Rund um die Uhr bekommen Menschen in seelischen Krisen, Angehörige und Fachstellen qualifizierte Beratung und Unterstützung am Telefon – unabhängig vom Alter und der Sprache. Es steht ein telefonischer Dolmetscherdienst in mehr als 120 Sprachen zur Verfügung. Wenn nötig kommt ein mobiles Einsatzteam auch kurzfristig an den Ort der Krise.
Jetzt weiten beide Unternehmen die Hinweise gemeinsam mit dem Krisendienst auf das gesamte S- und U-Bahn-Netz in München aus und bringen die Schilder so an einem Großteil der Bahnsteige an, um noch mehr potentiell hilfsbedürftige Menschen zu erreichen. Im S-Bahn-Bereich erfolgt die Ausrüstung mit finanzieller Unterstützung der Bayerischen Eisenhahngesellschaft (BEG).
Cornelia Maier und Martin Guth von der Geschäftsführung des Krisendienst Psychiatrie Oberbayern sind sich einig: „Jeder dritte Mensch gerät mindestens einmal im Leben in eine Situation, in der er professionelle Unterstützung benötigt. Beim Krisendienst Psychiatrie Oberbayern erhalten Menschen in seelischen Notlagen individuell abgestimmte Hilfen. Wir freuen uns, wenn durch diese Aktion noch mehr Menschen den Krisendienst als Anlaufstelle kennenlernen.“
MVG-Chef Ingo Wortmann: „Wir unterstützen den Krisendienst, weil wir überzeugt von der Wirksamkeit sind und uns den Münchnerinnen und Münchnern und insbesondere auch unseren Fahrpersonalen verpflichtet fühlen. Notarzteinsätze in der U-Bahn traumatisieren die Kolleginnen und Kollegen sowie die Fahrgäste am Bahnsteig. Gerade weil niemand davor gefeit ist, in eine Krise zu geraten, ist es wichtig, das Hilfeangebot möglichst breit bekannt zu machen. Unsere U-Bahnhöfe sind dafür ein guter Ort. Im vergangenen Jahr sind dort etwa 452 Millionen Fahrgäste ein-, um- und ausgestiegen und haben oft auch eine kurze Wartezeit verbracht, in der sie auf die Botschaft aufmerksam werden können. Deshalb platzieren wir die Plakate nach und nach an zentralen Bahnhöfen in den Vitrinen.“
Heiko Büttner, Konzernbevollmächtigter der DB für Bayern und Münchner S-Bahn-Chef fügt hinzu: „Krisen und Unsicherheiten prägen unsere Welt und den Alltag vieler Menschen. Jeder von uns kann in Situationen geraten, in denen man einfach nicht mehr weiter weiß. Doch es gibt Hilfsangebote und Menschen, die zuhören und unterstützen.“
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de