Jobportal für die Bahnbranche & ÖPNV

Pro Bahn warnt vor Trassenpreisen

16.07.25

Der Fahrgastverband Pro Bahn begrüßt die Pläne der Bundesregierung, die Eigenkapitalverzinsung zu verringern, beizweifelt aber ob dies alleine ausreichend ist, um eine deutliche Erhöhung der Trassenpreise zu verhindern Wie die Deutsche Bahn mittelte, drohen im nächsten Jahr starke Kürzungen und Preisehöhungen im Fernverkehr, wenn die Trassenpreise – wie aktuell abzusehen – um zehn Prozent im Fernverkehr steigen sollen. Ähnliches droht im Schienenpersonennahverkehr, wo die Trassen um 23,5 Prozent steigen sollen. Als Gegenmaßnahme möchte die Bundesregierung das System der Trassenpreisberechnung anpassen.

Lukas Iffländer, stellvertrender Bundesvorsitzender bei Pro Bahn: „Die vorgesehene Senkung der Eigenkapitalzinsen für die DB InfraGO AG ist ein erster Schritt, um die Erhöhungen der Trassenpeise zu senken.“ Gleichzeitig mahnt er an: „Es ist jedoch fraglich, ob dies alleine ausreicht. Es ist sind weitere Maßnahmen zu prüfen, um die Erhöhung der Trassenpreise zu bremsen.“

Der Bundesvorsitzende Detlef Neuß ergänzt: „Sollten die Trassenpreise weiter steigen, drohen drastische Auswirkungen wie Kürzungen im Angebot des Fernverkehrs und des SPNV. Dies läuft den Bekenntnissen der Bundesregierung zur Stärkung der Bahn entgegen.“ Denn obwohl die Trassenpreise bei Regionalzügen vom Aufgabenträger finanziert werden, belasten sie dessen Budget. Im Güterverkehr droht ebenfalls eine Verlagerung auf die Straße.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de