Jobportal für die Bahnbranche & ÖPNV

EU empfiehlt Nullsteuer auf Bahnstrom

18.07.25

Der europäische Verkehrsausschuss schlägt im Rahmen der Überarbeitung der Energiebesteuerungsrichtlinie 2003/96/EG vor, dass Bio-Kraftstoffe, Biogas, emissionsarme Kraftstoffe sowie der Strom im Eisenbahnverkehr über einen Zeitraum von zehn Jahren mit einem Nullsteuersatz besteuert werden sollten. Mit dieser Empfehlung folgen die EU-Verkehrspolitiker einer Forderung des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Zuständig im EU-Parlament ist der Ausschuss für Wirtschaft und Währung, der im November entscheiden wird.

VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff: „Die Empfehlung des Ausschusses unterstützen wir ausdrücklich. Die Energiekosten steigen seit Jahren und sind für unsere Branche eine zunehmende Belastung. Der Vorschlag einer Befreiung von der Bahnstromsteuer über zehn Jahre geht weit über das hinaus, was in Deutschland aktuell diskutiert wird. Eine solche Maßnahme würde die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Schiene extrem und nachhaltig verbessern.“

Mit ihrem Vorschlag für eine überarbeitete Energiebesteuerungsrichtlinie will die EU seit Jahren im Rahmen des Fit-for-55-Pakets einen steuerlichen Rahmen schaffen, der die Verwendung nachhaltiger und kohlenstoffarmer Energieträger fördern soll. Im Kern geht es darum, dass nachhaltigere Energieprodukte steuerlich besser gestellt werden sollen als umweltschädliche Energieprodukte. Zudem können die Staaten reduzierte Steuersätze gewähren.

„Jede Initiative, die dazu führt, Kosten in unserer Branche zu begrenzen oder sogar eine Entlastung für die umweltfreundlichen Verkehrsträger herbeizuführen, hilft in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten, um weiterhin attraktive und bezahlbare Verkehre für Personen und Güter anbieten zu können“, so Wolff abschließend.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de