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Rheinbahn: Zehn Jahre Service-Trupp

18.07.25

Seit zehn Jahren sind die sogenannten Service-Trupps der Düsseldorfer Rheinbahn AG unterwegs – sie halten die 518 Bahnsteige in Schuss, entfernen Müll von den Gleisen, säubern beschmierte Sitzbänke oder entfernen Aufkleber auf Fahrplan-Aushängen. Insgesamt umfasst das Netz der Rheinbahn 1.718 Haltestellen in Düsseldorf, im Kreis Mettmann und im Rhein-Kreis Neuss. Seit6 der Gründung im Jahr 2015 ist das Team stetig gewachsen und heute ein fester Bestandteil des Bereichs Infrastruktur bei der Rheinbahn.

Mit drei Wirtschaftsfahrzeugen und einem Müllkipper sind die acht Mitarbeitenden werktags im gesamten Netz unterwegs – besonders häufig an stark frequentierten Haltestellen oder bei Groß-Events wie der Rheinkirmes oder dem Japan-Tag. „Der Anspruch der Rheinbahn ist es, Menschen, Orte und das Leben zu verbinden – und dazu gehört auch ein gepflegtes Umfeld“, sagt Manfred Barths, der das Team seit März 2020 leitet.

„Diese Arbeit ist wichtig und trägt ganz wesentlich zum Erscheinungsbild der Rheinbahn bei“, hebt Christian Bock, Abteilungsleiter Allgemeiner Bau und Hochbau, hervor. Aber es geht nicht nur um die Optik: Gerade Müll in den Gleisen kann zum Sicherheitsrisiko für die Rheinbahn-Fahrzeuge werden. Und zu viel Wildwuchs beeinträchtigt die Sichtachsen der Fahrgäste genauso wie die der Fahrer, zum Beispiel bei einfahrenden Bahnen.

Sieben feste Reinigungsrouten decken die mehr als 500 Bahnsteige an mehr als 220 oberirdischen Haltestellen ab. Die U-Bahnhöfe samt den Bahnsteigen dort fallen in den Zuständigkeitsbereich anderer Teams der Rheinbahn. An dreißig besonders frequentierten Punkten reinigt das Team von Manfred Barths dafür noch die angrenzenden Bushaltestellen – die restlichen Bushaltestellen liegen in städtischer Verantwortung. Besonders verschmutzte Haltepunkte steuern die Teams häufiger an.

Ziel ist, jede Haltestelle samt Bahnsteigen mindestens einmal im Jahr grundzureinigen. Dabei ergänzt die Arbeit der Rheinbahn die Reinigung durch die kommunalen Entsorgungs- und Reinigungsdienste – die zum Beispiel in Düsseldorf nur die Böden reinigen und die Mülleimer leeren. Zu den Aufgaben gehört auch das Entfernen von politischen oder radikalen Schmierereien – auch wenn diese eigentlich in die Zuständigkeit der Firma Wall fallen, die die Wartehallen besitzt und sie bewirtschaftet.

„Wir wollen nicht, dass solcher Vandalismus lange sichtbar bleibt“, sagt Manfred Barths. „Daher handeln wir sofort.“ Grundsätzlich ist die Rheinbahn immer im Austausch, sowohl mit Wall als auch mit den kommunalen Diensten, um auch kurzfristig die Sauberkeit der Haltestellen zu gewährleisten. Neben der Reinigung der Gleise und Steige gehören auch das Entleeren der Mülltonnen an Endhaltestellen, das Säubern von Haltestellenschildern und Ticketautomaten sowie das Entfernen von Wildwuchs zum Alltag des Teams. Auch kleinere Lackierarbeiten oder die Pflege der Holzsitzbänke übernehmen die Fachkräfte.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de