18.07.25
Das Land Schleswig-Holstein begrüßt, dass sich die Fahrzeugverfügbarkeit im Bahnnetz Mitte in diesem Jahr deutlich verbessert hat. Den Fahrgästen stehen damit so viele Fahrzeuge zur Verfügung, wie vertraglich zwischen dem Land und DB Regio vereinbart. Die fahrzeugbedingten Ausfälle konnten von DB Regio deutlich gesenkt werden. Im Juni gab es knapp sechzig Prozent weniger fahrzeugbedingte Ausfälle als im Vergleichsmonat des Vorjahrs.
Im Jahr 2024 und bis einschließlich Februar 2025 hatte das Land wegen fehlender Fahrzeuge jeweils 500.000 Euro pro Monat einbehalten. Dieser Einbehalt wurde inzwischen ausgezahlt. Weiterhin Handlungsbedarf sieht das Land dagegen mit dem Reinigungszustand der Fahrzeuge, hier behält es je Monat weiterhin 50.000 Euro ein.
Verkehrsstaatssekretärin Susanne Henckel (parteilos): „Ich freue mich, dass DB Regio das Thema Fahrzeugverfügbarkeit in den Griff bekommen hat. Das ist für die Fahrgäste in diesem wichtigen Netz sehr wichtig. Klar ist aber auch, dass DB Regio in Sachen Sauberkeit noch Hausaufgaben zu erledigen hat. Die Züge müssen nicht nur fahren, sondern das auch in einem Zustand, den die Fahrgäste zu Recht erwarten dürfen.“
DB-Regio-Vorstand Harmen van Zijderveld: „Wir haben die verfügbaren Fahrzeuge im Netz Mitte deutlich auf über neunzig Prozent erhöht, in den meisten Monaten zwischen 97 und hundert Prozent. Das war kein leichter Weg – umso mehr freue ich mich, dass unsere Anstrengungen nun spürbare Verbesserungen für unsere Fahrgäste bringen. Seit 2019 verzeichnen wir über dreißig Prozent mehr Reisende. Um diesem Wachstum gerecht zu werden, haben wir zusätzlich mehr als 500.000 Euro in die Reinigung investiert: mit mehr mobilen Reinigungskräften, kürzeren Reinigungsintervallen und innovativen Schutzbeschichtungen. Unsere Züge sind heute deutlich sauberer – und genau das erwarten unsere Kundinnen und Kunden auch. Doch darauf ruhen wir uns nicht aus: Unser klares Ziel ist es, die Qualität im Nahverkehr kontinuierlich weiter zu steigern.“
Während es bei den Fahrzeugthemen im Verantwortungsbereich von DB Regio Fortschritte gab, hatten das Land und die DB beim letzten Bahngipfel in Kiel Ende Mai wichtige Schritte definiert, um gemeinsam die Infrastruktur-Aufgaben in Schleswig-Holstein anzugehen. Darunter die Vorfinanzierung der nächsten Planungsphase zum weiteren Ausbau der Marschbahn zwischen Niebüll und Westerland, den Ausbau der Strecke Pinneberg – Elmshorn und auch viele kleinere Vorhaben wie Kiel – Preetz oder den Ausbau Neumünster – Bad Oldesloe.
Nah.SH-Geschäftsführer Arne Beck: „Ursache für die meisten Verspätungen sind immer noch Störungen an Bahnübergängen, Signalen, Oberleitungen und Stellwerken. Die notwendigen Bauarbeiten, beeinträchtigen den Verkehr natürlich auch. Darunter leiden die Fahrgäste, aber darunter leidet auch DB Regio. DB InfraGO darf nicht nachlassen, die Infrastruktur weiter auf einen guten Stand zu bringen, der guten Verkehr ermöglicht.“
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de