23.07.25 (Hamburg) Autor:Stefan Hennigfeld
Grasbrook heißt die dritte Hybrid-Fähre der HADAG. Getauft wurde der Neubau letzte Woche von Monica Garbelli. Sie ist leitende Einkäuferin der HADAG und war mit der Beschaffung der drei neuen Hybridfähren betraut. Nach der „Neuland“ und „Finkenwerder“ macht die „Grasbrook“ die umweltschonende Hybrid-Flotte der HADAG komplett. Alle drei Fähren wurden bei der SET Schiffsbau- und Entwicklungsgesellschaft Tangermünde mbH gebaut und verfügen über einen innovativen Plug-In-Hybrid-Antrieb mit batteriebetriebenem Elektromotoren und einem Diesel-Ranger-Extender.
Martin Lobmeyer, HADAG-Vorstand: „Unsere Flotten-Strategie ist klar: Die Zukunft der Fähren im Hamburger Hafen ist emissionsarm, modern und ausgelegt auf ein wachsendes Fahrgastaufkommen. Die Taufe der dritten Hybrid-Fähre markiert für die HADAG daher den erfolgreichen Abschluss eines wichtigen Schrittes in Richtung eines emissionsarmen Nahverkehrs auf der Elbe.“
Die HADAG ist der Anbieter von Hafenfährverkehr im Hamburger Hafen und auf der Elbe innerhalb des hvv. Auf neun Linien mit 18 Anlegern und einer jährlich zurückgelegten Strecke von mehr als 330.000 Seemeilen sichert die HADAG mit ihren 28 Schiffen und jährlich mehr als 180.000 Abfahrten an 365 Tagen im Jahr selbst bei widrigen Wetterlagen wie Eis, Nebel oder Sturm den sicheren, zügigen und komfortablen Fährbetrieb auf der Elbe.
Dieses Angebot findet zunehmend Zuspruch: In den letzten zwanzig Jahren hat sich die Fahrgastanzahl auf rund zehn Millionen Fahrgäste mehr als verdreifacht. Gegründet wurde die HADAG 1888 als Reederei unter dem Namen Hafendampfschiffahrts-Actien-Gesellschaft.
Monica Garbelli, Chef-Einkäuferin der HADAG: „Für mich ist es ein ganz besonderer Projektabschluss, heute die „Grasbrook“ taufen zu dürfen. Die Beschaffung von drei Neubauten dieser Größenordnung und mit komplett neuer Technologie und neuem Design war unglaublich spannend. Die Möglichkeit zu haben diesen Prozess von der Erstellung des ersten Lastenhefts bis zur heutigen Taufe so engmaschig begleiten zu können, ist absolut einmalig.“
Rund 150 geladene Gäste waren dabei, als dem dritten Neubau und seiner Mannschaft mit der traditionellen Champagnerflasche und einem Taufspruch allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel gewünscht wurde. Das Design der neuen Fähren wirkt moderner als die Vorgänger der sogenannten „Bügeleisen“. Gleichzeitig senkt es den Energiebedarf und schafft mehr Raum für Multifunktionsflächen.
Der neue Schiffstyp bietet Platz für bis zu 250 Fahrgäste – 146 im Fahrgastraum, 84 auf dem Oberdeck. Der Einstiegsbereich des neuen Schiffstyps wurde für ein steigendes Fahrgastaufkommen optimiert. Der Einstieg führt zunächst auf ein großes Außendeck, von dem aus sich der Fahrgaststrom schneller und ohne Stau weiter verteilen kann. Der Ein- und Ausstieg kann zügiger erfolgen und sorgt damit auch für einen geringeren Kraftstoffverbrauch. Auch die Fahrradmitnahme wird erleichtert
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de