28.07.25
Die DB InfraGO bündelt im August wichtige Baumaßnahmen an den Bahnstrecken zwischen Rosenheim und Salzburg bzw. Kufstein. Ziel ist, die Auswirkungen auf die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten. So finden im Zeitraum vom 1. bis 18. August eine ganze Reihe von Baumaßnahmen parallel statt. Für die Fahrgäste im Nahverkehr richtet die Bayerische Regiobahn (BRB) abschnittsweise einen Ersatzverkehr mit Bussen ein.
Im Fernverkehr werden die Züge bis 11. August (6 Uhr) in/aus Richtung Wien größtenteils via Passau umgeleitet. Die Züge in/aus Richtung Klagenfurt entfallen auf Teilabschnitten. Ab 11. August entfällt die Mehrzahl der Züge zwischen München und Venedig bzw. Bologna. Die DB InfraGO erneuert in dem Zeitraum unter anderem die Oberleitung zwischen Prien und Rottau. Zudem werden zwischen Rosenheim und Salzburg über 3.800 Schwellen ausgetauscht und die Schienen auf rund acht Kilometern erneuert.
Ein wesentlicher Bestandteil des Baupakets ist die Untergrundsanierung zwischen Teisendorf und Freilassing. Dazu kommt die Modernisierung der Eisenbahnbrücke Rothgraben sowie eines Durchlasses bei Teisendorf. Zwischen Rosenheim und Kufstein finden aufwendige Arbeiten an der Leit- und Sicherungstechnik statt. In den Bahnhöfen Brannenburg, Raubling und Fischbach entstehen neue Ausfahrsignale. Damit können Züge flexibler ein- und ausfahren. Die neuen Signale sind Bestandteil des DB-Programms „Kleine und mittlere Maßnahmen“ für das Schienennetz.
Das Programm zielt darauf, schnell positive Effekte auf die Kapazität und Pünktlichkeit für Reisende und Güterverkehrsunternehmen zu erreichen. Mit den Arbeiten will die DB InfraGO insgesamt die Stabilität des Zugverkehrs auf den genannten Strecken verbessern. Die Infrastruktur dort ist stark beansprucht und anfällig für Störungen. Dies verursacht viele Verspätungen. Zudem werden im kommenden Jahr während der Generalsanierung der Strecke Nürnberg-Regensburg-Passau Züge über die Verbindungen München-Rosenheim-Salzburg bzw. Kufstein umgeleitet.
Die aktuell in Teilen überalterte Infrastruktur würde dies nicht zuverlässig bewerkstelligen können. Die DB arbeitet bundesweit intensiv an der Sanierung der Infrastruktur. Im Rahmen des Sanierungsprogramms „S3“ tauscht die DB störanfällige Komponenten im Schienennetz kontinuierlich aus, um infrastrukturbedingte Störungen zu reduzieren. In diesem Zusammenhang stehen für die Strecken München – Rosenheim sowie Rosenheim – Salzburg ab 2027 dann sogenannte Generalsanierungen an.
Dann bündelt die DB alle zusätzlich erforderlichen Maßnahmen, um den Zustand von Infrastruktur und Bahnhöfen innerhalb weniger Monate gewerkeübergreifend zu verbessern. Auf diese Weise können Synergien genutzt, schnelle Verbesserungen erzielt und die Einschränkungen für Reisende und die aktiven Güterverkehrsunternehmen im Vergleich zum Bauen bei laufendem Zugbetrieb begrenzt werden.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de