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Niederrhein: Baustelle liegt im Plan

28.07.25

Die DB InfraGO hat die Hälfte des achtzigwöchigen Baumarathons zwischen Oberhausen und Emmerich am Rhein erfolgreich absolviert. Seit November 2024 haben die Bauteams entlang der rund 73 Kilometer langen Strecke u.a. 14 Kilometer Gleis neu gebaut, 7,5 Kilometer neue Oberleitung installiert, drei neue Bahnsteige in Betrieb genommen und auf rund fünf Kilometern neue Schallschutzwände aufgestellt. Hinzu kommt die Erweiterung beziehungsweise der Neubau von acht Brücken und die Beseitigung von vier Bahnübergängen. Damit haben die Teams bereits jetzt rund fünfzig Prozent des geplanten Bauvolumens erfolgreich umgesetzt. Am Ende soll die Strecke vollumfassend dreigleisig sein.

Stefan Ventzke, Projektleiter für den dreigleisigen Ausbau zwischen Emmerich und Oberhausen: „Mit dem aktuellen Baufortschritt auf der Ausbaustrecke sind wir sehr zufrieden. Seit dem Baustart im November 2024 gibt mein Team alles dafür, die anspruchsvollen Arbeiten bestmöglich umzusetzen. Und das sieht man auch, denn Tag für Tag gibt es sichtbare Fortschritte auf den vielen Baustellen. Klar ist: Was wir uns bis Mai 2026 vorgenommen haben, ist kein Zuckerschlecken. Daher macht es mich umso stolzer, dass alle an einem Strang ziehen und gemeinsam mit viel Teamgeist bei der Sache sind. Ich bin mir sicher, dass wir auch die zweite Hälfte des Baumarathons genauso gut umsetzen werden wie die Erste.“

Insbesondere im Fokusabschnitt zwischen Wesel und Voerde-Friedrichsfeld sind die Bauarbeiten in den vergangenen Monaten ein großes Stück vorangekommen. Im Dezember 2024 haben die Bauteams den provisorischen Bahnhof in Voerde-Friedrichsfeld in Betrieb genommen. Seitdem können Fahrgäste während der Bauarbeiten nach wie vor Züge von und nach Friedrichsfeld nutzen. Einen weiteren wichtigen Meilenstein hat das Projektteam im Frühjahr dieses Jahres erreicht: Das Ausschwimmen der ersten Brücke über den Wesel-Datteln-Kanal. Mit Hilfe eines Schwimmkrans wurde der 250-Tonnen-Koloss aus seiner Position gehoben.

Aktuell entstehen vor Ort bereits Stück für Stück die beiden neuen Brücken. Der Einschub der Brücken ist für Ende 2025 geplant. Auch die weiteren Brückenarbeiten in Wesel und Voerde-Friedrichsfeld hat das Team in den vergangenen vierzig Wochen weiter vorangetrieben. So wurden z.B. an der Spellener Straße, der Poststraße, der Kurt-Kräcker-Straße und an der Lippe die Bestandsbauwerke bereits abgerissen.

Derzeit werden sie nach und nach ersetzt. Um die vorhandenen Sperrzeiten bestmöglich zu nutzen, sind die Baufachleute auch in allen anderen Bauabschnitten entlang der Strecke aktiv: In Oberhausen hat das Team beispielsweise auf rund drei Kilometern das neue dritte Gleis gebaut. In Dinslaken stand neben den intensiven Brückenarbeiten an der Weseler Straße auch die Inbetriebnahme des neu gebauten Mittelbahnsteigs auf dem Programm. Auch in Voerde wurde der neue Bahnsteig Richtung Oberhausen in Betrieb genommen.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de