29.07.25
Mit einer neuen App vereinfachen die Stadtwerke Münster den digitalen Vertrieb. Besonders lange steht der Bus zudem an der Haltestelle, wenn Tickets bei, Fahrer gekauft und mit Bargeld bezahlt werden. Ab 1. November 2025 gilt daher: Im Bus kann nur noch bargeldlos bezahlt werden. Unter anderem die Ticketautomaten nehmen auch weiterhin Scheine und Münzen entgegen.
Münster:mobil heißt die neue App, in der Münsters Fahrgäste ab sofort nicht nur die Fahrplanauskunft finden, sondern auch Tickets für Bus und Bahn in Münster, Westfalen und NRW kaufen können. Sie steht kostenlos in den Appstores von Apple und Android bereit. Das bisher in der münster:app verwendete Ticketing-System wird nicht weiterentwickelt, sodass die Stadtwerke eine Alternative dazu brauchten.
„Aus dieser Not haben wir eine Tugend gemacht und eine neue App entwickelt, die sich stringent an den Bedürfnissen der Fahrgäste orientiert. Sie verbindet eine verständliche Fahrplanauskunft mit der Möglichkeit, einfach die gängigen Tickets kaufen zu können“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Frank Gäfgen.
Dazu zählen neben einem günstigen Ticket für eine Fahrt auch das Tagesticket oder die Anschlusstickets „Fahr-Weiter-Ticket“. In einer späteren Version können in münster:mobil zudem das Deutschlandticket und das Münster-Abo als digitales Abo bestellt werden. Diese Möglichkeit richten die Stadtwerke ab Herbst ein.
„Das Ticket bereits vor der Fahrt in der App zu kaufen, bietet viele Vorteile: Für den Fahrgast ist es günstiger als der Kauf im Bus, für uns spart es Zeit, weil der Kassiervorgang im Bus entfällt. Daher möchten wir den digitalen Ticketkauf so bequem wie möglich machen“, sagt Frank Gäfgen.
Die neue App bleibt nicht die einzige Änderung im Ticketverkauf: Ab dem 1. November 2025 können Tickets im Bus nur noch bargeldlos gekauft werden. Das geht bereits heute bequem per Girocard (EC-Karte), Kreditkarte sowie über GooglePay und ApplePay mit Handy oder Smartwatch. Münzen und Scheine nehmen die Fahrer in den Stadtbussen dann nicht mehr an.
„Hierbei haben wir auch die Pünktlichkeit der Busse im Auge“, erklärt Frank Gäfgen. „Das Kassieren kostet häufig deutlich mehr Zeit als bargeldlos zu bezahlen. Zudem erleichtert es unseren Fahrerinnen und Fahrern ihren Beruf und macht ihn ein Stück weit attraktiver.“
Die Kartenzahlung ist bereits heute weitverbreitet und wird auch im Bus längst von vielen genutzt. Gerade bei kleineren Beträgen zählen jedoch noch einige Menschen die Münzen ab – ob in der Bäckerei oder im Bus. Die Stadtwerke machen bereits seit einiger Zeit mit Aufklebern darauf aufmerksam: Kartenzahlung bevorzugt. Ebenfalls ab dem 1. November 2025 werden die manuellen Ticketentwerter aus den Bussen entfernt, dann können Vierertickets und ähnliche Tickets, die abgestempelt werden müssen, nicht mehr verwendet werden. Der Verkauf wird bereits am 1. August eingestellt. Diese Änderung gilt im gesamten Westfalentarif.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de