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HVV feiert 10.000 Bus-Engel

30.07.25

Seit dem Start des Schulprojekts Bus-Engel im Jahr 2003 wurden mehr als 10.000 Schülerinnen in den Kreisen Pinneberg und Segeberg zu Bus-Engeln ausgebildet – und damit zu Vorbildern für Zivilcourage, Respekt und verantwortungsvolles Verhalten im öffentlichen Nahverkehr. Dieses besondere Jubiläum wurde heute im Kulturwerk Norderstedt im Beisein zahlreicher langjähriger Wegbegleiterinnen, Trainerinnen, Projektverantwortlicher sowie des aktuellen Ausbildungsjahrgangs der Gemeinschaftsschule Friedrichsgabe gefeiert.

Unter der Schirmherrschaft der Landräte der Kreise Pinneberg und Segeberg sind die Bus-Engel ein Angebot der hvv Schulprojekte, im Auftrag der und für die Kreise Pinneberg und Segeberg. Kooperationsbeteiligte sind unter anderem die Verkehrsunternehmen im hvv.

„Was vor mehr als zwanzig Jahren mit dem Ziel begann, Zivilcourage und soziales Miteinander im ÖPNV zu stärken, hat sich zu einem Leuchtturmprojekt der Gewaltprävention entwickelt“, betonte Schirmherr Landrat Jan Peter Schröder (parteilos) aus dem Kreis Segeberg. „10.000 junge Menschen, die gelernt haben, nicht wegzusehen – das ist eine beeindruckende Bilanz.“

Gestartet wurde das Projekt im Herbst 2003 – zunächst mit nur zwei Mitarbeiterinnen, wenigen Schulen und 22 ausgebildeten Schülerinnen. Die Idee: Ältere Jugendliche übernehmen an Haltestellen und in Bussen Verantwortung und fördern durch ihr Vorbild ein respektvolles Miteinander. Ziel war es von Anfang an, durch soziale Kompetenz und gewaltfreies Verhalten die Sicherheit im Schülerverkehr zu erhöhen. Daran hat sich bis heute nichts verändert.

Bereits 2006 wurde der 500. Bus-Engel ausgebildet, 2010 folgte der 2000., 2017 der 5000. Jugendliche. Seitdem hat sich die Zahl der Teilnehmenden nochmals verdoppelt – ein Zeichen für die hohe Nachfrage und Akzeptanz an den Schulen. Heute ist das Projekt fest in den hvv Schulprojekten verankert und hat sich inhaltlich weiterentwickelt: Neben der klassischen Ausbildung wird mittlerweile ein flexibles Modulkonzept angeboten, das gezielt auf die Bedürfnisse einzelner Schulen eingeht – mit Fokus auf Gewaltprävention, Konfliktlösung und Zivilcourage.

Ein zweistufiges Modell ermöglicht altersgerechte Trainings mit Basismodulen ab Jahrgang 7 und Aufbaumodulen in höheren Klassen. Die Inhalte wurden mehrfach überarbeitet – zuletzt 2023 mit dem offiziellen Projektnamen „Bus-Engel – Gewaltprävention in den Kreisen Pinneberg und Segeberg“.

„Bus-Engel zu sein bedeutet nicht, sich über andere zu stellen, sondern Verantwortung zu übernehmen – für Mitschülerinnen, für das Klima in der Gruppe und für das Miteinander im Bus. Die Jugendlichen verlassen die Ausbildung mit mehr Selbstbewusstsein und einer neuen Perspektive auf ihr eigenes Handeln im Alltag. Und genau das macht den Erfolg dieses Projekts aus“, sagt Claudius Mozer, Geschäftsführer der SVG Südwestholstein, dem ÖPNV-Management der Kreise Pinneberg, Segeberg, Dithmarschen und Auftraggeber des Projekts.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de