11.08.25
Die Gesellschaft H-BAHN21, die im Bereich der TU Dortmund die H-Bahn betreibt, ist wie angekündigt in die Muttergesellschaft DSW21 eingegliedert worden – dies gilt rückwirkend zum 1. Januar 2025. Hintergrund der Verschmelzung ist das Vorhaben, die H-Bahn mit einer rund zwei Kilometer langen Neubaustrecke an die U42-Stadtbahnhaltestelle Theodor-Fliedner-Heim im Stadtteil Barop anzubinden. Das Land Nordrhein-Westfalen hat diese Anbindung an die Stadtbahnlinie U42 bereits in den ÖPNV-Bedarfsplan aufgenommen.
So können öffentliche Fördermittel aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) bis zu 95 Prozent der Gesamtkosten von rund 39 Millionen Euro abdecken. Die Eingliederung in den Mutterkonzern DSW21 bildet für dieses Ausbauprojekt und die damit verbundenen Investitionen und Förderungen den passenden rechtlichen Rahmen. Ebenso geht es darum, Synergieeffekte im Hinblick auf die Stellwerks- und Automatisierungstechnik sowie weitere Verwaltungs- und Technikbereiche zu erzielen. Mit der Verschmelzung entsteht im Technik-Bereich von DSW21 der neue Bereich „H-Bahn“ unter der Leitung des bisherigen H-BAHN21-Geschäftsführers Elmar Middeldorf.
Dieser Bereich soll sich langfristig auch zu einem Kompetenzzentrum für Automatisierung entwickeln. Er bleibt am bisherigen H-BAHN21-Standort an der Emil-Figge-Straße, wird ansonsten aber als DSW21-Abteilung geführt. Alle 16 hauptamtlichen Mitarbeiter der H-Bahn sind im Zuge der Eingliederung auf DSW21 übergegangen. Der Ausbau der H-Bahn wird weiter mit Hochdruck vorangetrieben.
Nachdem das Projekt zu Jahresbeginn mit den entsprechenden Förderzusagen in den landesweiten ÖPNV-Bedarfsplan aufgenommen wurde, soll im Herbst der Auftrag für die Entwurfsplanung und Genehmigungsplanung (Planfeststellungsverfahren) vergeben werden. Parallel dazu bringt die Stadt Dortmund Umweltverträglichkeits- und Artenschutzprüfungen auf den Weg. Die Ergebnisse sollen in 2026 vorliegen, bereits ein Jahr später könnte der Bau einer Teststrecke starten. Die Inbetriebnahme der gesamten, zwei Kilometer langen Ausbaustrecke wird für 2029 anvisiert.
DSW21-Verkehrsvorstand Ulrich Jaeger erklärt das Vorhaben: „Mit dem H-Bahn-Ausbau treiben wir die Verkehrswende in unserer Stadt konsequent voran und bringen die nachhaltige Mobilität in Dortmund auf ein neues Level. Viele tausend Fahrgäste werden davon unmittelbar profitieren. Natürlich braucht so ein Leuchtturm-Projekt mit seinen enormen finanziellen Dimensionen einen passenden Rahmen. Ich danke daher allen Beteiligten, die mit viel Engagement, Präzision und Teamgeist an der Verschmelzung mitgearbeitet haben.“
Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und der Rat der Stadt Dortmund hatten der Verschmelzung und der Erteilung eines entsprechenden öffentlichen Dienstleistungsauftrags (öDA) für die Verkehrsleistung H-Bahn an die Dortmunder Stadtwerke bereits im Vorfeld zugestimmt.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de