15.08.25
Noch bis Ende August erhebt die VAG Nürnberg die Fahrten von Kunden mit Schwerbehindertenausweis. Fahrgastzähler ermitteln, Dabei erfassen sie, wie viele schwerbehinderte Fahrgäste durchschnittlich pro Tag mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Die Zählungen liefern die Basis für die Berechnung von Ausgleichszahlungen. Die Erheber sind in Nürnberg und Fürth stichprobenartig auf allen Linien unterwegs.
Sie tragen einen Dienstausweis und bitten die Fahrgäste, ihre Tickets vorzuzeigen. Da sie nicht als Fahrkartenkontrolleure unterwegs sind, geschieht das Vorzeigen der Fahrausweise auf freiwilliger Basis. Die VAG bittet die Fahrgäste, die Zählungen zu unterstützen, um zu einem aussagekräftigen Ergebnis zu kommen. Laut Sozialgesetzbuch werden schwerbehinderte Menschen, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen, im Öffentlichen Personennahverkehr zu einem ermäßigten Tarif befördert.
Im Gegenzug erhalten Verkehrsunternehmen – wie auch die VAG – Ausgleichszahlungen vom Staat. Die Höhe der Zahlungen ist abhängig davon, wie viele schwerbehinderte Menschen das Angebot des jeweiligen Verkehrsunternehmens tatsächlich nutzen. Die letzte Erhebung aus dem Jahr 2023 ergab, dass knapp sechs Prozent der Fahrgäste einen Schwerbehindertenausweis besitzen. Die Erhebungsperioden sind vom Gesetzgeber vorgeschrieben, damit die Ergebnisse der Verkehrsunternehmen vergleichbar sind.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de