15.08.25
Der Bahnhof Frankfurt Süd, durch den zahlreiche Fernverkehrszüge sowie der S-Bahn-, Regional- und Güterverkehr rollen, ist an seiner Kapazitätsgrenze angelangt. Mit einem neuen Bahnsteig und der Verlängerung des Gleises 10 plant die Deutsche Bahn (DB InfraGO) die Kapazitäten im Bahnhof zu erhöhen. Ein zusätzliches Gleis zwischen Deutschherrnbrücke und Südbahnhof – der sogenannte Bypass – sorgt zudem künftig für einen reibungslosen Verkehrsfluss und erhöht so entscheidend die Betriebsqualität.
Um diese verkehrlichen Effekte zu erreichen, müssen Eisenbahnüberführungen erweitert und die Schlachthofbrücke erneuert werden. Grundlage für die geplanten Kapazitätsprojekte sind auch valide Daten zum Untergrund. Daher lässt die DB InfraGO ab Mitte August rund fünfzig Bohrungen mit einer Tiefe bis zu 45 Metern entlang der Bahnstrecke zwischen südlichem Mainufer und dem Südbahnhof ausführen. Begonnen wird auf der Fläche an der Gerbermühlstraße.
Die mit den Erkundungsbohrungen gewonnenen Daten liefern wichtige Informationen über den Aufbau und die Eigenschaften des Baugrunds und bilden die Basis für die nächsten Planungsschritte. Die Bohrungen finden ausschließlich tagsüber und größtenteils auf öffentlichen Flächen statt. Zeitweise kann es zu Einschränkungen und einseitigen Fahrbahnverengungen kommen. Vor allem rund um die Eisenbahnüberführungen Seehofstraße, Siemensstraße und Darmstädter Landstraße ist temporär mit Straßensperrungen sowie Einschränkungen auf dem Rad- und Gehweg zu rechnen.
Im Strahlenberger Weg ist vsl. ab Ende August eine abschnittsweise Vollsperrung erforderlich. Währenddessen bleibt die Straße von beiden Seiten bis zur Erkundungsstelle, die sukzessiv die Straße entlangwandert, weiter anfahrbar. Die DB InfraGO steht im intensiven Austausch mit dem Amt für Straßenbau und Erschließung der Stadt Frankfurt und bemüht sich die Auswirkungen auf ein Minimum zu reduzieren. Das Programm dauert bis 2026.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de