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KVB AG erneuert Umweltzertifikat

15.08.25

Die Kölner Verkehrsbetriebe AG (KVB) sind erneut nach dem EMAS-Standard zertifiziert worden. Damit testieren die Gutachter der KVB, vorbildlich im Klima- und Umweltschutz „unterwegs“ zu sein. Dies wird nun in der Umweltbroschüre 2025 des Unternehmens dokumentiert. Seit fast dreißig Jahren besteht für Unternehmen die Möglichkeit, sich nach dem europäischen System für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung (EMAS) begutachten und validieren zu lassen.

Zunächst stand diese freiwillige Möglichkeit nur Unternehmen der Industrie und des produzierenden Gewerbes zur Verfügung, zwei Jahre später dann auch den Verkehrsunternehmen. Die KVB hat sich als eines der ersten Verkehrsunternehmen dem EMAS-Management angeschlossen und ist seit nunmehr 28 Jahren zertifiziert. Die kontinuierliche Verbesserung im Umwelt- und Klimaschutz steht hierbei im Mittelpunkt. Die KVB bekennt sich dazu, trotz der aktuellen Herausforderungen – denen sich die gesamte Branche des öffentlichen Verkehrs ausgesetzt sieht – nicht stehen bleiben zu wollen.

Das Unternehmen will seinen Vorteil beim Klima- und Umweltschutz weiter ausbauen. Die hierbei zu bewältigenden Aufgaben benötigen auf ihrer ‚langen Linie‘ Beharrlichkeit und einen langen Atem. Hier hat man in den letzten Jahren angesetzt: So wurde der erste Betriebshof nur für E-Busse in Nordrhein-Westfalen in Porz am Rhein oder der neue Betriebshof für Stadtbahnen in Wesseling. In Wesseling zum Beispiel fallen rund 240.000 Kubikmeter Steine und Beton aus dem Abbruch der alten Gebäude auf dem Gelände an.

Dieses Abbruchmaterial wird gebrochen und dann auf dem Gelände zur Auffüllung alter Keller und bei der Anlage von neuen Wegen genutzt. Das Brechen des Materials verringert die Masse auf circa 30.000 Kubikmeter. Seine Verwendung vor Ort erspart dann rund 2.500 Fahrten mit Sattelschleppern auf eine oder mehrere Deponien. Zudem wird im neuen Betriebshof Wesseling aus alten Klinkersteinen eine neue Fassade aufgebaut und hierdurch ein Bezug zur Vergangenheit des Geländes geschaffen.

Ein weiteres spannendes Thema liegt im Wasserverbrauch. Im Jahr 2024 verbrauchte die KVB insgesamt nur 54.975 Kubikmeter Frischwasser. Das sind nur 0,04 Liter Frischwasser je Personenkilometer. Zum Vergleich: Eine Stange Kölsch hat 0,2 Liter. Dieser sehr geringe Verbrauch kommt dadurch zustande, dass in den Waschanlagen zum Teil Regenwasser genutzt und das eingesetzte Wasser vor Ort gereinigt wird. Allein durch die immer weiter optimierte Technik in den Waschanlagen konnten bereits dreißig bis fünfzig Prozent Frischwasser eingespart werden.

Für die Reinigung eines Pkw in einer Auto-Waschanlage werden 150 bis 300 Liter Wasser benötigt, bei SB-Wäschen zumindest 50 bis 80 Liter. Ein Klassiker seit nunmehr zehn Jahren ist das KVB-Rad. Allein in den vergangenen drei Jahren (2022 bis 2024) wurden mit diesem Mobilitätsangebot mindestens 16,92 Millionen emissionsfreie Kilometer zurückgelegt. Seit 2015 gab es jährlich neue Nachfragerekorde.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de