15.08.25
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) fordert eine Novelle des Regionalisierungsgesetzes und die langfristige Absicherung des Deutschlandtickets. Aktuell ist es nur bis Ende kommenden Jahres abgesichert. Für den VCD heißt das: „Nach der Novelle ist vor der Novelle, und nächstes Jahr geht der Krampf von vorne los. Fehlt der Bundesregierung der Mut, das Ticket mindestens bis 2029 zu sichern, wie es der Koalitionsvertrag verspricht? Effizienz sieht anders aus, wenn das Gesetz schon nächstes Jahr wieder angefasst werden muss. Auch die Finanzierung ist noch immer ungeklärt – der Anteil des Bundes bleibt weiterhin bei 1,5 Milliarden Euro gedeckelt.“
Mit den zu erwartenden Mehrkosten werden also die Länder allein gelassen. Ihnen bleibt dann die Wahl, mehr zu zahlen oder den Preis abermals zu erhöhen. Ersteres wollen die Länder nicht, letzteres hätte fatale Folgen: Der VCD geht davon aus, dass nach der letzten Preiserhöhung von 49 auf 58 Euro rund eine Million Abos gekündigt worden seien, insbesondere von jüngeren Fahrgästen.
Jetzt stehen Bundestag und Bundesrat in der Pflicht, den Entwurfstext zu überarbeiten. Sie müssen das Ticket dauerhaft im Gesetz verankern und die Kostenverteilung zwischen Bund und Ländern verlässlich regeln – damit das alljährliche Feilschen bis auf den letzten Drücker ein Ende hat. Sonst, so heißt es beim VCD, „bleiben die Kunden verunsichert und das Deutschlandticket leidet darunter.“
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de