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Untersuchung zum Knoten Erfurt

20.08.25

Im Ergebnis der Variantenuntersuchung haben sich das Überwerfungsbauwerk Bischleben (Variante 2.2) auf der Westseite und das Überwerfungsbauwerk Azmannsdorf (Variante 2) auf der Ostseite als vorzugswürdig herausgestellt. Sie bilden die Grundlage für die weiteren Planungsphasen. Diese Vorzugsvarianten erfüllen die Vorgaben an den zukünftigen Zugverkehr, sie passen sich bestmöglich in die bestehende Bebauung ein und sind am verträglichsten für Menschen und Umwelt.

Auf Grundlage der nun vorliegenden Erkenntnisse wird die DB InfraGO die Vorplanungsphase beginnen. Neben den zwei Überwerfungsbauwerken sind weitere Infrastrukturmaßnahmen z. B. in Erfurt und Neudietendorf erforderlich, um die Anforderungen des Deutschlandtaktes zu erfüllen. Dies betrifft im Wesentlichen notwendige Änderungen der Lage von Gleisen und Weichen. Das schafft für die Züge neue gleichzeitige Fahrmöglichkeiten und beseitigt Engstellen im Knoten Erfurt.

Das ist auch zwingend notwendig: Für den Deutschlandtakt muss die Reisezeit zwischen Erfurt und Nürnberg von heute etwa 67 Minuten auf 56 Minuten reduziert werden. Der Knotenausbau schafft die Voraussetzungen für halbstündige Fernverkehrsanschlüsse in Erfurt mit kurzen Haltezeiten, parallelen Ein- und Ausfahrmöglichkeiten und bietet bessere Anschlüsse. Im Personenverkehr führt die Modernisierung des Knotens außerdem zu einer höheren Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de