26.08.25
Seit letzter Woche setzt die Hamburger Hochbahn-Wache im Prüf- und Sicherheitsdienst Bodycams ein. Zum Auftakt können bis zu 21 Teams gleichzeitig unterwegs sein, in denen jeweils eine Kollegin oder ein Kollege mit Bodycam ausgestattet ist. Damit können zwei Drittel der Streifen, die an einem durchschnittlichen Tag zeitgleich im Einsatz sind, ausgestattet werden. Perspektivisch soll jede Streife über ein Gerät verfügen.
Bodycams werden in erster Linie präventiv eingesetzt – als Ergänzung zu bewährten Maßnahmen wie gezielten Deeskalationsschulungen. Gleichzeitig können sie im Falle eines Übergriffs als Beweismittel einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung leisten.
Normen Wiegand, Geschäftsführer der Hochbahn-Wache: „Das Sicherheitsgefühl unserer Fahrgäste hat höchste Priorität. Neben unserem geschulten Personal, der sehr hohen Videoabdeckung und der engen Zusammenarbeit mit den Behörden setzen wir nun auch auf Bodycams, um potenziell kritische Situationen zu entschärfen. Frühzeitige Deeskalation soll auch unsere Kolleginnen und Kollegen vor Übergriffen schützen.“
Erfahrungen anderer Verkehrsunternehmen belegen die präventive Wirkung. So stellten zum Beispiel die Wiener Linien bereits 2018 fest, dass allein das Einschalten des Displays in etwa der Hälfte der Fälle deeskalierend wirkte. Die Geräte kommen nach klaren Regeln zum Einsatz, u.a. muss das Einschalten in einer Konfliktsituation angekündigt werden.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de