28.08.25
Ab dem 6. September 2025 fährt National Express auf mehreren Linien in Nordrhein-Westfalen wieder häufiger. Für die Fahrgäste bedeutet das insbesondere am Abend und an den Wochenenden mehr Fahrten und längere Betriebszeiten. „Die Verbesserung des Fahrplanangebots ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Verlässlichkeit im Alltag unserer Fahrgäste. Unsere umfangreichen Investitionen in Personal, Aus- und Weiterbildung zeigen Wirkung”, erklärt Michael Hetzer, Geschäftsführer der National Express Rail GmbH.
Die Zahl der Baustellen hat sich seit 2023 nahezu verdoppelt. Umleitungen, Sperrungen und kurzfristige Änderungen im Fahrverlauf belasten den Betrieb nicht nur operativ, sondern auch personell – bei branchenweitem Lokomotivführermangel und einer laufenden Verrentungswelle. Aus diesem Grund war das Unternehmen gezwungen, ine inen Notfahrplan einzutreten, der ab dem 6. September wieder aufgehoben werden kann. Parallel dazu wurden die Personalakquise und die Ausbildungskapazitäten massiv gestärkt.
Michael Hetzer ist vorsichtig optimistisch: „Die hohe Anzahl von Baustellen auf unseren Zuglinien wird uns und unseren Fahrgästen weiterhin viel Geduld abverlangen und Nerven kosten. Aber wir arbeiten engagiert daran, das System für unsere Fahrgäste wieder zurück in die Spur zu bringen.” Der Wupperexpress (RE 4) fährt am Wochenende und an Feiertagen wieder durchgehend bis Aachen. Zwischen Aachen und Düsseldorf fallen montags bis freitags weiterhin die Verstärkerfahrten zu den Hauptverkehrszeiten aus.
Gleiches gilt für die Nachtfahrten zwischen Hagen und Düsseldorf in den Nächten Freitag auf Samstag sowie Samstag auf Sonntag. Der Rhein-Weser-Express (RRX 6) verkehrt auch nach 21 Uhr wieder nach dem bestellten Regelfahrplan. Zwischen Essen und Dortmund kommt es jedoch aufgrund einer Großbaustelle bis zum 31. Oktober zu baubedingten Teilausfällen. Der Rhein-Münsterland-Express (RE 7) verkehrt künftig wieder bis etwa 22 Uhr.
Ein umfassender Schienenersatzverkehr für Baustellen befindet sich derzeit in der Planung. Der Rhein-Hellweg-Express (RRX 11) verkehr zwischen Hamm und Kassel-Wilhelmshöhe planmäßig. Der Abschnitt zwischen Hamm und Düsseldorf wird nur sehr eingeschränkt betrieben. Bis zum 31. Oktober kommt es auch hier zu massiven Teilausfällen zwischen Duisburg und Dortmund. Montags bis freitags werden die Züge aus Richtung Düsseldorf bzw. Duisburg bis Oberhausen verlängert, entfallen jedoch an den Wochenenden.
Die Rhein-Wupper-Bahn (RB 48) verkehrt am Wochenende wieder stündlich bis Bonn-Mehlem. Montags bis freitags enden die Verstärkerzüge in den Hauptverkehrszeiten von Wuppertal-Oberbarmen kommend weiter am Kölner Hauptbahnhof. Für detaillierte aktuelle Betriebsangaben wird auf die unternehmensübergreifende Internetseite zuginfo.nrw verwiesen. Dort finden sich auch alle baustellenbedingte Zugausfälle, Fahrplanänderungen und Schienenersatzverkehre.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de