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BaWü: Zehn Jahre Regiobus-Förderung

29.08.25

Mit dem Start des Förderprogramms „Regiobuslinien“ hat das Land Baden-Württemberg vor zehn Jahren ein starkes Zeichen für nachhaltige Mobilität gesetzt. 2024 waren rund zwölf Millionen Fahrgäste auf über fünfzig bwregiobus-Linien unterwegs. Sie sollen den SPNV ergänzen und müssen so strukturiert sein, dass sie keine Konkurrenz zum kommunalen Busverkehr sind, denn hier sind die Gebietskörperschaften selbst zuständig.

Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne): „Vor zehn Jahren haben wir uns auf den Weg gemacht, den Menschen ohne Schienenanbindung ein attraktives und nachhaltiges Mobilitätsangebot anzubieten. Das Förderprogramm Regiobuslinien ist eine echte Erfolgsgeschichte. 51 dieser Linien ergänzen inzwischen unser Schienennetz und bringen Menschen zum Zug. Die Mobilitätspolitik des Landes ist nicht nur ein Beitrag im Kampf gegen die Klimakrise – sie sorgt auch für gute Mobilitäts- und Lebensverhältnisse in Stadt und Land und stärkt unseren Wirtschaftsstandort. Gerade mit Blick auf die vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen, die Baden-Württemberg prägen, ist das wichtig.“

Im Mai 2015 trat das Förderprogramm „Regiobuslinien“ des Landes in Kraft; im Herbst 2015 wurden die ersten Bewilligungen erteilt. Ende 2015 wurden dann die ersten drei Linien (Schiltach-Schramberg-Rottweil; Calw-Weil der Stadt; Breisach-Bad Krozingen) eröffnet. Heute sind über fünfzig Linien unterwegs. Für neue Linien oder Verlängerungen bereits bestehender Förderungen stellt das Land mittlerweile jährlich rund dreißig Millionen Euro bereit.

Zum Vergleich: Zu Beginn hat das Programm knapp sieben Millionen Euro für fünf Linien umfasst. Die Fahrgastzahlen stiegen seither auf nahezu allen Linien: „Das Angebot kommt bei den Menschen an. Im vergangenen Jahr waren rund zwölf Millionen Fahrgäste mit den bwregiobussen unterwegs. Das zeigt: Wenn das Angebot stimmt, die Busse zuverlässig und schnell fahren, dann steigen die Menschen auf die Öffis um“, so Hermann.

„Ein besonderer Dank gilt den Stadt- und Landkreisen, die die Buslinien planen und umsetzen. Ohne ihr Engagement und ihre Bereitschaft, dieses hochwertige Angebot mitzufinanzieren, wäre der Ausbau nicht möglich gewesen“, betonte Hermann. „Viele Regionen sind noch nicht ausreichend an die Schiene angebunden. Daher wollen wir das Netz auf über neunzig Linien erweitern und ermutigen die Kreise: Machen Sie mit! Das Förderprogramm bietet eine attraktive Förderquote und seit letztem Jahr auch eine vereinfachte Abwicklung.“

Die Regiobuslinien sind seit 2019 Teil der bwegt-Markenfamilie und heißen inzwischen bwregiobusse. Sie verbinden Städte und Gemeinden ohne Schienenanschluss und schließen so die Lücken im Schienennetz. bwregiobusse bringen die Fahrgäste stündlich von früh bis spät an Bahnhöfe oder in das nächste Stadtzentrum, an jedem Tag der Woche. Mit den bwregiobussen hat das Land eine hochwertige Alternative zum Autoverkehr im ländlichen Raum geschaffen.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de