02.09.25
Ein bedeutender Moment für das grenzüberschreitende Eisenbahninfrastrukturprojekt Brenner Basistunnel: Nach rund 26 Monaten ununterbrochener Arbeit hat die Tunnelbohrmaschine (TBM) „Ida“ erfolgreich den ersten Durchbruch der Haupttunnelröhre auf österreichischer Projektseite vollzogen. Die Durchbruchsstelle befindet sich im Bereich der Gemeinde Navis (Wipptal) in einem bestehenden Hilfsangriff „IRIS“, der an das Baulos „H53 Pfons-Brenner“ grenzt.
Im modernen Tunnelbau stellt der Hilfsangriff eine wichtige ergänzende Maßnahme dar, um den Haupttunnelvortrieb zu unterstützen sowie den betreffenden Tunnelabschnitt vorab zu sichern. Seit dem Start im Juni 2023 hatte sich „Ida“, eine rund 160 Meter lange und 2.450 Tonnen schwere Tunnelbohrmaschine mit einem Bohrkopf-Durchmesser von 10,4 Metern, durch insgesamt 8.400 Meter Gebirge im Baulos „H41 Sillschlucht-Pfons“ gefräst.
Der Vortrieb erfolgte ausgehend vom Projektabschnitt Ahrental bei Innsbruck in der westlichen Haupttunnelröhre Richtung Süden und führte teilweise durch geologisch äußerst anspruchsvolle Zonen. Besondere technische Hürden stellten mehrere komplexe geologische Störzonen dar – insbesondere die bekannten Zonen „Viggartal“, „Walzn“ sowie die etwa 35 Meter mächtige Zone „Werner“, die aber zu Jahresbeginn 2025 durchfahren wurde. Im Herbst 2025 wird der Durchbruch von Idas Zwillingsschwester, der TBM „Lilia“ erwartet.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de