06.10.25
Seit dem heutigen 6. Oktober verbindet die neue Wiener Tramlinie 27 Floridsdorf und die Donaustadt und bietet eine neue Öffi-Verbindung mit zahlreichen Umstiegsmöglichkeiten. Von Strebersdorf fährt die Linie 27 über die bestehende Strecke der Linie 26 bis zur Prinzgasse und von dort weiter über die 2,4 Kilometer lange Neubaustrecke entlang der künftigen Hirschstettner Hauptallee bis nach Aspern Nord. Fahrgäste können auf gleich drei U-Bahn-Linien (U6, U1, U2) sowie zahlreiche Straßenbahn- und Buslinien und die S-Bahn umsteigen.
Im Rahmen der Premierenfahrt im 22. Bezirk stellten Planungs- und Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ), Wiener Linien-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl gemeinsam mit Selma Arapović (Neos) die neueste Linie im Wiener Öffi-Netz vor. „Ab 6. Oktober bringen wir mit der Linie 27 bereits die zweite neue Straßenbahn in diesem Jahr auf Schiene! Die 27er verbindet zwei stark wachsende Bezirke miteinander und schafft mit insgesamt 13,5 Kilometer Strecke, davon 2,4 Kilometer Neubaustrecke, Anschluss an gleich drei U-Bahnen sowie die S-Bahn“, so Ulli Simma.
Die Stadtentwicklungsgebiete Berresgasse und Heidjöchl erhalten von Beginn an eine direkte, hochrangige Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz. Insgesamt werden nach Fertigstellung der neuen Stadtteile 34.000 Anrainer in in Gehdistanz von der neuen Straßenbahnlinie profitieren. Von 28 Haltestellen wurden sechs neu errichtet. Ein Plus für die Fahrgäste: Die Neubaustrecke entlang den Haltestellen Berresgasse, Scheedgasse, Stemolakgasse, Schukowitzgasse, Aspern Nord/Mayrederbrücke sowie Aspern Nord ist größtenteils unabhängig vom PKW-Verkehr und damit besonders zuverlässig.
„Mit der Linie 27 erweitern wir das Wiener Straßenbahnnetz um eine leistungsstarke Verbindung, die mit dem weiteren Ausbau der Stadtentwicklungsgebiete künftig rund 20.000 Fahrgäste täglich umweltfreundlich ans Ziel bringt. Besonders wichtig ist uns dabei, dass wir nicht nur neue Strecken schaffen, sondern auch die Qualität und Zuverlässigkeit im Öffi-Netz weiter erhöhen. Zu Spitzenzeiten können wir beim 27er gemeinsam mit der Linie 26 sogar ein 3,5-Minuten-Intervall bieten“, so Alexandra Reinagl, Vorsitzende der Geschäftsführung der Wiener Linien.
An Schultagen wird die Linie 27 während der Morgenspitze im 6,5-Minuten-Takt sowie am Nachmittag im 7,5-Minuten-Intervall unterwegs sein. Im Norden fährt der 27er zur U6 Floridsdorf und weiter über die U1 Kagraner Platz, von hier braucht man mit der Linie 27 nur rund 17 Minuten bis zur U2-Station Aspern Nord.
Beim neuen Öffi-Knoten treffen sich nun U-Bahn, S-Bahn, Busse und die neue Straßenbahn. Ein besonderes Highlight: Das 120 Meter lange und rund 15 Meter breite, neu errichtete Brückentragwerk bei Aspern Nord: Darauf fährt die Linie 27 über der U2 und der S-Bahn. Von der Bim-Haltestelle Aspern Nord/Mayrederbrücke können die Fahrgäste bequem auf die U2 und die S-Bahn oder umgekehrt umsteigen.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de