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Fünfzig Jahre Stadtbahn Hannover

08.10.25

Auf den Tag genau fünfzig Jahre, nachdem Hannovers erste Stadtbahn unter dem Hauptbahnhof in die U-Bahn-Station eingelaufen war, startete die Sonderfahrt anlässlich des fünfzigjährigen Stadtbahn-Jubiläums von Üstra und infra – mit dabei viel Prominenz aus Stadt und Region. Heute wie damals mit dabei: Herbert Schmalstieg (SPD), der von 1972 und 2006 ununterbrochen Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover war, für den es einen Sonderapplaus gab.

Auch Üstra-Fahrer Willy Pohlmann, vor fünfzig Jahren der „Profi“ neben Schmalstieg, nahm an der besonderen Fahrt vom Betriebshof Glocksee zum Hauptbahnhof und zurück teil. Die Üstra-Vorständinnen Elke van Zadel und Denise Hain konnten „auf Glocksee“ gemeinsam mit Infra-Geschäftsführer Christian Weske knapp hundert geladene Gäste begrüßen, darunter Regionspräsident Steffen Krach, Ulf-Birger Franz (beide SPD), Verkehrsdezernent der Region, Bürgermeister Thomas Klapproth (CDU) und Klaus Scheelhaase, der als „Vater der Stadtbahn Hannover“ gilt.

1965 hatte der Rat der Stadt Hannover beschlossen, zur „Verbesserung des Gesamtverkehrs und zur Förderung des öffentlichen Nahverkehrs“ eine U-Bahn zu bauen. Bereits fünf Monate später begannen die Bauarbeiten. Am 26. September 1975 fuhr der TW 6001 erstmals in den Tunnel – es war die Geburtsstunde der Stadtbahn. Der TW 6001 war auch 50 Jahre später ein begehrtes Fotomotiv, denn der „Förderverein Straßenbahn Hannover e.V.“ hat mit liebevoller Arbeit dafür gesorgt, dass die historische Stadtbahn für Sonderfahrten immer noch im Einsatz ist.

„Fünfzig Jahre Stadtbahn – das sind fünfzig Jahre Bewegung, Begegnung und Lebensqualität“, sagte Regionspräsident Steffen Krach: „Unsere Stadtbahn in Hannover verbindet Generationen, macht Hannover mobil und steht für eine nachhaltige Zukunft. Jeder hat seine eigene Geschichte mit der Stadtbahn, und wir können stolz sein auf die ÖPNV-Qualität, die wir mit dem Stadtbahnnetz in Hannover haben. Ich gratuliere ganz herzlich zum Jubiläum und bin mir sicher, dass die nächsten fünfzig Jahre uns ebenso gut verbinden, wie die vergangenen fünfzig Jahre.“

Üstra-Vorständin Elke van Zadel erinnerte in ihrer Begrüßungsrede daran, dass der damalige Entschluss der Stadt Hannover, Strecken der Straßenbahn in den Tunnel zu verlegen, „mutig und zukunftsorientiert war. Die ersten konkreten Vorschläge kamen 1959 von Friedrich Lehner, dem Technischen Direktor der Üstra.“

Christian Weske, Geschäftsführer der infra, gab einen kurzen Rückblick auf die Netzentwicklung in den vergangenen Jahrzehnten und schaute zudem optimistisch in die Zukunft: „Wir haben noch viel vor. Das Jubiläum ist ein Ansporn, auch in den nächsten Jahren die Qualität der Infrastruktur hochzuhalten. Gleichzeitig wollen wir zum Beispiel mit neuen Strecken und Hochbahnstiegen das Angebot für die Fahrgäste weiter verbessern.“ Die Stadtbahn Hannover besteht aus 13 Linien, 200 Stationen und das Netz ist etwa 125 Kilometer lang.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de