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Karlsruhe schickt Delegation nach Bogotá

13.10.25

Auf Einladung der deutsch-kolumbianischen Industrie- und Handelskammer sprach der Karlsruher Nahverkehrschef Alexander Pischon im Rahmen des Forums „Megastädte der Zukunft“ in Bogotá zum Thema „Das Karlsruher Modell als Erfolgsgeschichte“ und präsentierte die zahlreichen Vorzüge des Karlsruher Stadtbahnmodells. Er nahm stellvertretend für Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) am Forum in Kolumbien teil. Dabei präsentierte er die Vorteile des engen Zusammenspiels zwischen den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK) und der Albtal-Verkehrsgesellschaft (AVG).

Unter anderem wies er darauf hin, dass man durch den engagierten Einsatz von rund dreitausend Mitarbeiter der Karlsruher Nahverkehrsgesellschaften und einer großen Zahl an Tram- und Stadtbahnen sowie Bussen jedes Jahr im Verbreitungsgebiet rund 150 Millionen Fahrgäste befördert.

„Viele südamerikanische Millionenstädte stehen vor enormen Herausforderungen und arbeiten deshalb bereits an Transformationsprozessen, um ihre Emissionen künftig deutlich zu reduzieren“, betont Alexander Pischon, der auch baden-württembergischer Landesgruppenvorsitzender des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) ist. „Im Austausch mit dem Geschäftsführer der deutsch-kolumbianischen Handelskammer, Mischa Groh, sowie mit einer großen Zahl an Teilnehmern aus Wirtschaft und Gesellschaft ging es vor allem darum, welche Erfolgsfaktoren unser Karlsruher Modell ausmachen – und wie sich diese eventuell adaptieren lassen.“

Pischon spannte bei seinem Vortrag einen Bogen von der Entwicklung der ersten Zweisystem-Stadtbahnfahrzeuge über die rasante Ausbreitung der Stadtbahnlinien in der Region bis hin zu aktuellen Themen wie der Karlsruher E-Bus-Flotte oder den innovativen Plänen für autonomen Betrieb auf der Schiene. Weitere Details zur ersten Auflage des Forums „Megastädte der Zukunft“: Das Forum bot unter anderem die Möglichkeit, wertvolle Kontakte für potenzielle internationale Kontakte zwischen Kolumbien und Deutschland zu knüpfen.

„Es war ein inspirierender Austausch, der weit über die Konferenz hinaus Wirkung entfalten wird“, so die Einschätzung des Karlsruher Nahverkehrschefs. Im Rahmen seiner Reise ergaben sich wertvolle Kontakte zu verschiedenen Firmen und Institutionen. Ein Ergebnis der Gespräche waren die Möglichkeiten der Rekrutierung von Triebfahrzeugführern aus Kolumbien. Des Weiteren gaben Vertreter aus mehreren Staaten einen guten Überblick über Infrastrukturprojekte in Südamerika, an denen auch deutsche Firmen beteiligt sind.

Gonzales Andrés Vargas Álvarez von „ProColombia“ vermittelte einen guten Einblick zu sämtlichen geplanten Infrastrukturprojekten in Bogotá – insbesondere in Hinblick auf den Bau der Metrolinien. Bei „ProColombia“ handelt es sich um eine Regierungsorganisation, die ausländische Investitionen in Kolumbien fördert sowie kolumbianische Unternehmen bei ihrer Internationalisierung unterstützt.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de