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GDL fordert Einsatz gegen Gewalt

14.10.25

Die Gewalt gegen Mitarbeiter der zahlreichen Eisenbahnunternehmen nimmt stetig zu. Neben körperlichen Übergriffen gehören mittlerweile auch Beleidigungen, Pöbeleien und Bespucken oft zum „ganz normalen“ Arbeitsalltag. In diesem Zusammenhang kritisiert die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), dass die Präsenz von Sicherheitspersonal in den Zügen und auf den Bahnhöfen seit Jahren nicht ausreichend ist.

Zum Schutz vor Übergriffen auf Personal und Fahrgäste in den Zügen und auf den Bahnhöfen – sowie zur Gewaltprävention – fordert die Gewerkschaft daher weitreichende Maßnahmen: Eine gut aufeinander abgestimmte Kombination und Präsenz von Polizeikräften und beauftragten Sicherheitsunternehmen, die Erweiterung des Zuständigkeitsbereichs auch auf die Landespolizei, um schnelles Eingreifen zu ermöglichen, die Verfolgung von Straftaten gegen Bahnmitarbeiter als Offizialdelikte.

Man fordert ein einheitliches Meldesystem über alle Bahnunternehmen, eine Dokumentation in der Opferstatistik der polizeilichen Kriminalstatistik, das Vorsehen von Rückzugsräumen für Mitarbeiter und einfach und verdeckt bedienbare Notrufeinrichtungen. Auch die Betriebsräte in den Unternehmen seien gefordert, in Abstimmung mit den Arbeitgebern Sicherheitsfragen ernsthaft aufzugreifen sowie ihre starken Mitwirkungsrechte bei der Wirksamkeitskontrolle und den zu ergreifenden Maßnahmen aktiv zu nutzen.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de