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VBN verkündet Fahrpreiserhöhung

15.10.25

Die Gremien der Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen GmbH (VBN) und des Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN) haben beschlossen, die Ticketpreise zum 1. Januar 2026 um durchschnittlich 5,1 Prozent anzupassen. Hintergrund sind vor allem stark gestiegene Energie- und Personalkosten in den letzten Jahren, die eine stabile Finanzierung des umfangreichen Verkehrsangebots erfordern.

Unabhängig von der Beschlussfassung von VBN und ZVBN erhöht sich das Deutschlandticket nach dem Beschluss der Verkehrsministerkonferenz zum 1. Januar von 58 Euro auf 63 Euro. Trotz erfreulich hoher Fahrgastzahlen im Jahr 2025 sind die Einnahmen durch die Einführung des preisgünstigen Deutschlandtickets gesunken – aktuell rund 16,4 Prozent weniger als 2019. Bund und Länder gleichen diese Mindereinnahmen bislang aus. Um weiterhin ein verlässliches und attraktives Angebot zu sichern, wird die Tarifanpassung als Teil der Gesamtfinanzierung als erforderlich angesehen.

Rainer Counen, Geschäftsführer des VBN, erklärt die Tarifentwicklung so: „Zwischen Anfang 2020 und Ende 2024 sind die Kosten insgesamt deutlich stärker gestiegen als die Fahrpreise im gleichen Zeitraum. Bedingt auch durch Jahre ohne Preisanpassung in der Pandemiezeit fehlen hier die zusätzlichen Einnahmen, sodass nunmehr reagiert werden musste. Nach den Entscheidungen zum Deutschlandticket wird nun der VBN-Tarif im kommenden Jahr analysiert und auf das Deutschlandticket abgestimmt.“

Ein Blick in andere Regionen Deutschlands zeigt zudem: In den vergangenen fünf Jahren hat sich die VBN-Tarifanpassung im Vergleich zu vielen anderen Verkehrsverbünden zurückhaltend entwickelt. Die Einzeltickets für Erwachsene in den Preisstufen I, A, B und S werden zwischen zehn und zwanzig Cent angehoben. In den höheren Preisstufen liegen die Anhebungen zwischen dreißig und achtzig Cent. Auch bei den Zeittickets erhöhen sich die monatlichen Entgelte entsprechend.

Christof Herr, Geschäftsführer des ZVBN: „Die Tarifanpassung ist notwendig, um vieles, was vor Ort in den letzten Jahren im ÖPNV verbessert wurde, nicht zu gefährden – und zugleich die Weichen für ein verlässliches Verkehrsangebot in den kommenden Jahren zu stellen.“

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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58453 Witten
Quelle: Zughalt.de