17.10.25
Die Deutsche Bahn nimmt am 24. November 2025 die zweite Baustufe des neuen Stellwerks Köln Hbf in Betrieb. Ende 2021 wurde mit der ersten Baustufe bereits die Technik für den S-Bahnverkehr umgestellt. Jetzt folgt der Regional- und Fernverkehr. Hierfür wurden – in den vergangenen vier Jahren – und werden bis zur Inbetriebnahme am 24. November insgesamt 176 neue Signale aufgestellt und 208 Kilometer Kabel neu verlegt, elf neue Signalbrücken/Signalausleger errichtet und zwei Weichen erneuert.
Ab dem 14. November wird die Technik auf Herz und Nieren geprüft und in das Zentralstellwerk in der Kölner City integriert – der An- und Abreiseverkehr rund um den Karnevalstart am 11. November ist noch nicht betroffen. Wohl aber betroffen ist der am 17. November startende Kölner Weihnachtsmarkt rund um den Dom. Hier ist eine An- und Abreise über den Hauptbahnhof nur auf den S-Bahngleisen möglich und es wird dazu aufgerufen, anderweitig nach Köln zu kommen, etwa mit der Stadtbahn.
Während der notwendigen Sperrung der Regional- und Fernverkehrsgleise werden über 217 Signale und weitere nicht mehr notwendige Anlagen abgebaut und die restlichen 53 neuen Signale montiert. Um den Betrieb vollständig von der alten auf die neue Technik umzuschwenken, muss die neue Technik an die bestehenden fünf Randstellwerke (Köln-West, Ehrenfeld, Nippes, Deutz und Hbf S-Bahn) angeschlossen werden.
Ab Ende November wird die moderne Schaltzentrale in der Kölner City nunmehr alle in den Kölner Hbf ein – und ausfahrenden rund 1.300 Züge steuern und für einen zuverlässigeren und robusteren Zugverkehr in der Domstadt sorgen. Derzeit werden die Zugverkehrssteuerer an einer Simulationsanlage hierfür geschult, damit der Start möglichst reibungslos funktioniert.
„Mit der Inbetriebnahme der beiden neuen elektronischen Stellwerk „Linker Rhein“ und jetzt „Köln Hbf“ ist ein großer Schritt für die Modernisierung des Bahnverkehrs in Köln getan. Auch für die kommenden Jahre investieren wir weiter in die Modernisierung der Bahn-Infrastruktur im Großraum Köln. Uns ist bewusst, dass dies für unsere Fahrgäste auch immer wieder Einschränkungen bedeutet,” so Reiner Krieger, Leiter Betrieb der DB InfraGO in Köln.
Marcel Winter, Geschäftsführer von go.Rheinland, ergänzt: „Die für die Inbetriebnahme des Elektronischen Stellwerks notwendigen Sperrungen werden wieder massive Auswirkungen auf einen Großteil unserer Fahrgäste haben. Allerdings sind sie nicht ganz so schlimm wie bei der Inbetriebnahme des ESTW Linker Rhein, da die S-Bahn-Gleise diesmal genutzt werden können. Gemeinsam mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen bereiten wir ein großes Maßnahmenpaket vor, um die Fahrgäste anschließend über alle möglichen Kanäle zu informieren.“
Allein in die beiden neuen Stellwerke im Knoten Köln investiert die DB rund 360 Millionen Euro. In Bonn-Beuel wurde bereits im August ein neues Stellwerk in Betrieb genommen – in den nächsten Jahren folgen weitere ESTW-Eröffnungen.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de