21.10.25
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fordert die Abberufung von Sigrid Nikutta als Vorstandsvorsitzende der DB Cargo AG. „Nikuttas Bilanz ist verheerend – über 3,1 Milliarden Euro Minus seit ihrem Amtsantritt sprechen für sich“, schreibt EVG-Vize und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Cosima Ingenschay in einem Brief an Bahn-Chefin Evelyn Palla und DB-Aufsichtsratsvorsitzenden Werner Gatzer. „Was sie ‚Transformation‘ nennt, ist in Wahrheit ein kopfloses Abwickeln.“
Während die Belegschaft Tag für Tag alles gibt, um Züge am Laufen zu halten, verkauft die Unternehmensführung Tafelsilber, schickt betriebsnotwendiges Personal mit Abfindungen nach Hause und vergibt Leistungen ohne Not an Dritte. Die Folgen sind dramatisch: sinkende Qualität, mangelhafte Pünktlichkeit, wachsende Unsicherheit. Dabei braucht Cargo dringend eine Strategie für die Geschäftsentwicklung, nicht für die Geschäftsabwicklung.
DB Cargo ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Ohne Cargo läuft kein Hochofen, kein Stahlwerk, keine Autofabrik. Doch statt das System Schiene zu stärken, verliert sich die Vorstandsvorsitzende in Selbstdarstellung und Social-Media-Auftritten. „Ihre Energie fließt in Schlagzeilen – nicht in Lösungen“, kritisiert Ingenschay. Für die EVG steht daher fest: Sigrid Nikutta hat das Vertrauen der Arbeitnehmerschaft verloren. Eine Zukunft für DB Cargo könne es daher nur mit einer neuen Spitze geben.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de