31.10.25
Die HADAG hat in der letzten Woche drei vollelektrische Fähren bei der SET Schiffbau- und Entwicklungsgesellschaft Tangermünde mbH bestellten. Die Neubauten (Baunummern 218– 220) tragen die formelle Typenbezeichnung „2030e“ und sollen bereits 2028 ihren Betrieb auf der Elbe aufnehmen. Die neuen Fähren setzen vollständig auf elektrische Antriebe und groß dimensionierte LFP- Batterien mit einer installierten Gesamtkapazität von rund 3,8 MWh. Damit ermöglichen sie einen vollelektrischen Betrieb von bis zu zwölf Stunden im regulären Liniendienst – leise, lokal emissionsfrei und effizient.
Martin Lobmeyer, Technik-Vorstand der HADAG: „Mit den vollelektrischen Neubauten machen wir den nächsten großen Schritt auf unserem Weg zum emissionsfreien Fährbetrieb im Hafen und leisten einen wichtigen Beitrag zu den Klimazielen der Hansestadt. Gemeinsam mit der SET-Werft bringen wir dabei modernste Elektroschifftechnik in den Hamburger Hafen und verbessern zugleich Komfort, Sicherheit und Effizienz für unsere Fahrgäste und Crew.“
Auf neun Linien mit 18 Anlegern und einer jährlich zurückgelegten Strecke von mehr als 330.000 Seemeilen sichert die HADAG mit ihren 28 Schiffen und jährlich mehr als 180.000 Abfahrten an 365 Tagen im Jahr selbst bei widrigen Wetterlagen wie Eis, Nebel oder Sturm den sicheren, zügigen und komfortablen Fährbetrieb auf der Elbe. Dieses Angebot findet zunehmend Zuspruch: In den letzten zwanzig Jahren hat sich die Fahrgastanzahl auf rund zehn Millionen Fahrgäste mehr als verdreifacht.
Olaf Deter, Geschäftsführer, SET Schiffbau- u. Entwicklungsgesellschaft Tangermünde mbH „Wir bedanken uns für die Beauftragung und das uns in diesem Zusammenhang entgegengebrachte Vertrauen, nun auch das zweite Großprojekt in Die HADAG ist der Anbieter von Hafenfährverkehr im Hamburger Hafen und auf der Elbe innerhalb des hvv. Die hohe Batteriekapazität der geplanten Neubauten und die Ausdauer von bis zu zwölf Stunden im Liniendienst ermöglichen einen leisen, lokal emissionsfreien Betrieb – bei voller Leistungsfähigkeit für den ÖPNV auf der Elbe.
Geladen werden die Neubauten über einen elektrischen Landanschluss im Powerlock-Standard. Dieses in der Industrie weit verbreitete Stecksystem für Hochstrom-Energieanschlüsse besteht aus einpoligen, verriegelbaren, berührungssicheren Steckern, die sich schnell sowie sicher verbinden lassen. Für die Schiffe heißt das: schnelles, robustes Laden von Land mit 400 V und bis zu 750 A – ideal, um große Batterien zuverlässig zu speisen.
Aktuell arbeitet die HADAG parallel an ihrer unternehmenseigenen Ladeinfrastruktur mit einer ersten Ladestation an der HADAG-Betriebsanlage am St. Pauli Fischmarkt. Diese wird noch in diesem Jahr in Betrieb gehen. Perspektivisch soll die Erweiterung der Ladeinfrastruktur auch auf die weiteren Betriebsanlagenpontons der HADAG fortgeführt werden, damit die E-Flotte künftig an allen Standorten geladen werden kann.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de