07.11.25
Das „Ausbauprogramm S-Bahn Nürnberg“ schreitet voran: Beim zweiten Dialogforum haben die Gutachter des Freistaats Abgeordneten, Landräten und Bürgermeistern der Region sowie Fachexperten neue Untersuchungsergebnisse vorgestellt. Ziel ist es, wirtschaftlich sinnvolle Ausbaumaßnahmen zu identifizieren, um den Menschen in der Metropolregion Nürnberg ein attraktives und leistungsfähiges Angebot auf der Schiene zu machen.
Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU): „Ich freue mich, dass auch im zweiten Dialogforum viele Maßnahmen, die von der Region vorgeschlagen wurden, von unserem Gutachterteam positiv eingeschätzt werden. Für mich ist das Ansporn, diese Projekte weiter voranzutreiben. Allerdings stellen uns die wirtschaftliche Lage und die haushälterische Situation vor große Herausforderungen. Der Bund muss die Regionalisierungsmittel deutlich erhöhen, damit wir das bestehende Angebot aufrechterhalten und neue Projekte starten können. Zudem müssen Bund und Deutsche Bahn schneller die Projekte aus dem Bedarfsplan für die Bundesschienenwege umsetzen, da sie wichtige Voraussetzungen für Maßnahmen aus unserem Ausbauprogramm S-Bahn Nürnberg sind.“
Der Freistaat will das umwelt- und klimafreundliche Angebot der S-Bahn im Großraum Nürnberg für die Fahrgäste weiter verbessern. Dafür muss die bestehende Schieneninfrastruktur ausgebaut werden. Der Freistaat hat deshalb ein umfassendes Ausbauprogramm auf den Weg gebracht, in dem gemeinsam mit der Region viele verschiedene Maßnahmen definiert wurden. Gutachter des Freistaats untersuchen die Maßnahmen hinsichtlich des verkehrlichen Nutzens, der Integration in attraktive und bedarfsgerechte Angebotskonzepte, der bautechnischen Machbarkeit und der volkswirtschaftlichen Tragfähigkeit im Rahmen einer Nutzen-Kosten-Analyse.
Nach dem erfolgreichen ersten Dialogforum im Oktober des vergangenen Jahres präsentierten die Gutachter heute die Ergebnisse weiterer zwölf Maßnahmen. Ebenfalls als umsetzbar eingestuft wurde von den Gutachtern der Ausbau für S-Bahn-Verlängerungen von Forchheim nach Ebermannstadt sowie von Bamberg nach Ebern. Bezüglich dieser beiden Strecken hat der Freistaat entschieden, die dort verkehrenden SPNV-Linien zunächst auf Akku-Züge umzustellen, um schnellstmöglich einen lokal emissionsfreien Eisenbahnbetrieb zu ermöglichen. Größere Investitionen in die Streckeninfrastruktur sind hier nicht zu erwarten.
Andreas Mäder, Geschäftsführer beim Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN): „Die Ergebnisse der Gutachter untermauern die Forderungen unserer Verbundpartner nach einem Ausbau des S-Bahn-Netzes im Einzugsbereich der Oberzentren Nürnberg, Fürth, Ansbach und Bamberg. Denn die S-Bahn ist schon heute das leistungsfähige und nachfragestarke Rückgrat im VGN-Netz. Die Menschen erwarten aber ein durchgehend attraktives Nahverkehrsangebot nach S-Bahn-Standard in unserem Raum.“
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de