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Bahnhofsrenovierung in Wanne-Eickel

10.11.25

Die Deutsche Bahn hat die Rundumerneuerung des Hauptbahnhofs Wanne-Eickel in der Stadt Herne abgeschlossen. Von der Unterführung bis zur Bahnsteigkante wurde Bahnhof grundlegend modernisiert. Insgesamt haben der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und die Deutsche Bahn im Rahmen der laufenden Modernisierungsoffensive 3 rund 25 Millionen Euro in die Erneuerung der Verkehrsstation investiert. Die Baufachleute haben alle vier Bahnsteige im Bahnhof erneuert.

Die Bahnsteige haben jeweils eine Länge zwischen 220 und 390 Metern. Dabei wurde insgesamt eine Fläche von rund 9.500 Quadratmeter neu gepflastert. Die Höhe der Bahnsteige ist bei 76 Zentimetern geblieben, um weiterhin einen stufenfreien Einstieg in die Züge zu ermöglichen. Auf den Bahnsteigen hat die DB die Ausstattung auf den neusten Stand gebracht: Zwei neue Wetterschutzhäuser an den Gleisen 3/4 und 5/6 schützen Reisende vor Wind und Regen.

Am Bahnsteig zu den Gleisen 1/2 hat die DB ein neues, rund dreißig Meter langes Dach gebaut, damit Reisende vor Regen geschützt sind. Neue Sitzbänke, Vitrinen und Abfallbehälter erhöhen die Aufenthaltsqualität nochmal deutlich. Auch die Bahnhofsschilder sind komplett erneuert. An den Bahnsteigen werden Reisende derzeit noch mit dem aktuellen Namen „Wanne-Eickel Hbf“ begrüßt. Dieser Name gilt noch bis zum Fahrplanwechsel.

Ab dem 14. Dezember lautet der neue Name der Station „Herne-Wanne-Eickel Hbf“. Die neuen Bahnhofsschilder können zum Fahrplanwechsel kurzfristig angepasst werden. Auch die Personenunterführung hat ein komplettes Neudesign erhalten: Eine moderne Wandverkleidung und mehr Licht sorgen für eine bessere Optik, mehr Helligkeit für ein verbessertes Sicherheitsempfinden bei Reisenden und Gästen. Die Treppenanlagen sind neugebaut worden.

Ein neues Blindenleitsystem unterstützt Reisende mit Sehbehinderungen auf ihrem Weg zum Bahnsteig. Für den Hauptbahnhof Wanne-Eickel sind noch weitere Modernisierungen in Planung: So ist u.a. die Erneuerung des Bahnhofsgebäudes vorgesehen. Diese Maßnahme findet gemeinsam mit dem Bund im Rahmen der Förderinitiative zur Attraktivitätssteigerung und Barrierefreiheit von Bahnhöfen statt. Darüber hinaus befinden sich Stadt und DB in Gesprächen zur Weiterentwicklung des Bahnhofs und seines Umfelds. Hierfür greift die Stadt auf das Programm „Schöner Ankommen“ zurück.

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen stellt den Kommunen Zuschüsse für die Sanierung aus der Städtebauförderung zur Verfügung. Durch die Förderung soll es den Kommunen gelingen, effektiv die Leerstände in den Bahnhofsgebäuden zu verringern, die Attraktivität zu steigern und bei der Sanierung wichtige Aspekte des Denkmalschutzes zu wahren. Vorgesehen ist hierzu die Modernisierung und der Ausbau der Radstation oder eine Optimierung der Anbindung in Richtung Westen an die Wanner Innenstadt.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de