10.11.25
Zum 1. Januar 2026 erhöht der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg die Preise seiner Tickets um durchschnittlich 2,96 Prozent. Die jährlich notwendige Anpassung berechnet sich nach einem Index, der zu gleichen Teilen die prognostizierten Kostensteigerungen bei den Verkehrsunternehmen, wie auch die Einkommensentwicklung der privaten Haushalte einbezieht.
„Das größte Gewicht auf der Kostenseite haben die Aufwendungen für Personal, Energie und Anmietleistungen. Mit der moderaten Preisanpassung können die Verkehrsunternehmen zumindest einen Teil der Kostensteigerung auffangen. Denn auf das klassische Fahrkartensortiment des VGN entfallen nur noch 25 Prozent der Verkaufserlöse“, erklärt VGN-Geschäftsführerin Anja Steidl. Dominiert wird der Ticketverkauf nämlich von den günstigen und hoch subventionierten Fahrkarten, vor allem vom Deutschlandticket sowie vom 365-Euro-Ticket für den Ausbildungsverkehr.
„Bei kontinuierlich steigenden Kosten stellt besonders das Einfrieren der Finanzierungsanteile von Bund und Ländern am Deutschlandticket bis 2030 die Verkehrsunternehmen und die Aufgabenträger, das sind die die Städte und Landkreise, vor große Herausforderungen. Deshalb sind die Preiserhöhungen leider unverzichtbar“, bekräftigt Steidl. Auch beim eTarif egon muss der VGN zum 1. Januar 2026 nachziehen. Hier setzt sich der Fahrpreis aus dem Tagesgrundpreis und dem Kilometerpreis zusammen.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de