12.11.25
Ende Oktober konntendie Tarifverhandlungen für die Ostdeutsche Instandhaltungsgesellschaft mbH (ODIG) abgeschlossen werden. Eine gut vorbereitete, aber einigungsbereite Arbeitgeberseite machte einen zügigen und werthaltigen Tarifabschluss möglich. Entgelterhöhungen waren nicht Gegenstand der Verhandlungen. Diese werden, wie sie im Konzernrahmentarifvertrag mit Netinera vereinbart sind, automatisch auf die ODIG übertragen. Ab 1. Januar 2026 beginnt die Absenkung der Arbeitszeit. Sie sinkt von derzeit durchschnittlich 39 auf 38,5 Stunden pro Woche.
Es bleibt im kommenden Jahr bei der 39-Stunden-Woche, für die aber ein anteilig höheres Entgelt gezahlt wird. Ab 1. Januar 2027 sinkt die Arbeitszeit um eine weitere halbe Stunde auf durchschnittlich 38 Stunden pro Woche. Für die Arbeitnehmer in regelmäßiger Schichtarbeit sinkt die Arbeitszeit ab 1. Januar 2028 jährlich um je eine Wochenstunde, bis im Jahr 2030 die durchschnittliche 35-Stundenwoche erreicht wird – durchweg bei gleichbleibendem Entgelt.
Ab 1. Januar 2027 können Arbeitnehmer eine höhere persönliche durchschnittliche Soll-Arbeitszeit wählen. Bei einer Erhöhung steigt das Entgelt zeitanteilig. Ab 1. Januar 2026 besteht Anspruch auf Zusatzurlaub für Nachtarbeit. Pro Arbeitsstunde zwischen 22 und 6 Uhr, ab 2027 zwischen 20 und 6 Uhr, werden vier Minuten Arbeitszeit gutgeschrieben, wodurch Urlaubstage generiert werden.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de