18.11.25
Seit dieser Woche schafft DB InfraGo es wieder, alle Stellwerke im Knoten Frankfurt am Main dauerhaft so zu besetzen, dass das volle Fahrplanangebot gefahren werden kann. Die umfangreiche Einstellungs- und Ausbildungsoffensive mit konstanter Ausbildung von Azubis wie Quereinsteigern entfalten ihre Wirkung. Die DB dankt allen für ihre Geduld während des eingeschränkten Angebots, jeweils in den Abendstunden, in den vergangenen Monaten. Aus Richtung Frankfurt Höchst fahren die Züge der RB 12 aus Königstein wieder bis in den Frankfurter Hauptbahnhof.
Außerdem verkehren alle Leistungen der RE 20 und RB 22 aus Limburg wieder bis/ab Frankfurt Hauptbahnhof. Aus Richtung Frankfurt West fahren die Züge der RB 34 von der Niddertalbahn wieder durchgehend bis Frankfurt Hauptbahnhof. Außerdem können alle Leistungen der RB 37, RB 40 und RB 41 wieder bis Frankfurt Hauptbahnhof verkehren. Im Knoten Hanau muss das angepasste Betriebskonzept aufgrund der komplexen Nachführung für die vier Stellwerke der Südseite in einer leicht modifizierten Form noch einmal bis Ende des ersten Quartals 2026 verlängert werden.
Hintergrund ist u. a. die lange Einweisungszeit für die anspruchsvolle Bedienung der elektromechanischen Stellwerke. Betroffen sind einzelne Leistungen in den Nachtstunden zwischen 20:00 und 6:00 Uhr (sonntags zwischen 18:00 und 6:00 Uhr): Die Züge der RB 49 (Friedberg – Hanau) wenden vorzeitig in Hanau Nord. Von dort ist ein Busersatzverkehr bis Hanau Hauptbahnhof eingerichtet. Auf der Linie RB 56 (Schöllkrippen – Hanau) kommt es zu Teilausfällen zwischen Kahl und Hanau.
Auf diesem Abschnitt können die Linien der Verbindung Frankfurt – Hanau – Aschaffenburg (RE 54, RE 55, RB 58) genutzt werden. Aktuelle Informationen zum Fahrplan werden in der Reiseauskunft unter www.bahn.de und in den Apps DB Navigator sowie bei den Verkehrsverbünden veröffentlicht. Für einen auskömmlichen Personalbestand in der Region und bundesweit setzt die DB ihre Recruiting-Aktionen weiter verstärkt fort. Aktuell werden rund 180 angehende Zugverkehrssteuernde in Hessen ausgebildet.
Zudem starten monatlich ein bis zwei neue Kurse für Quereinsteigende in Hessen. Die Teilnehmenden stehen nach erfolgreicher Schulung und Einweisungszeit rund acht bis zehn Monate später für den operativen Einsatz zur Verfügung. Wo immer es möglich ist, bilden wir die Personale zudem so weiter, dass sie im Bedarfsfall flexibler auf unterschiedlichen Stellwerken eingesetzt werden können.
Um die Ausbildung näher an der Realität zu gestalten, wurde außerdem in Simulationsprogramme für die Berufsschulklassen und für über eine Million Euro in weitere Simulationsanlagen vor Ort investiert, sodass Auszubildende und Quereinsteiger:innen die Inhalte durch mehr Praxiserfahrung besser verinnerlichen können. Mit einer weiterlaufenden Personalkampagne will man bei DB InfraGo zudem sicherstellen, dass der Bewerberzulauf dauerhaft hoch bleibt und nicht abbricht.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de