20.11.25
In der aktuellen Hauptausschuss-Sitzung des Zweckverbands go.Rheinland stand unter anderem das Betriebskonzept der Linie S 13 auf der Tagesordnung. Der in zwei Wochen tagenden Verbandsversammlung wurde nun einstimmig vorgeschlagen, ein stufenweises Vorgehen für den im Dezember 2026 startenden Vorlaufbetrieb der S 13 zu beschließen. Die Zielvariante für den Vorlaufbetrieb sieht demnach vor, dass die S 13 zweimal stündlich (Halbstundentakt) von Bonn-Beuel über Troisdorf und den Flughafen Köln/Bonn bis nach Köln fahren wird.
Neben der S 13, die an allen Stationen halten wird, werden der RE 8 und die RB 27 weiterhin auf der rechtsrheinischen Schiene verkehren. Diese sollen zwischen Bonn-Beuel und Troisdorf nicht halten, wobei ein Stopp an dem neuen Haltepunkt in Bonn-Vilich noch geprüft wird. Die Siegstrecke wird im S-Bahn-Verkehr dann in einem Viertelstundentakt bis Hennef an der Sieg durch die Linien S 12 und S 19 sowie in einem Halbstundentag bis Au an der Sieg durch die S 12 bedient.
Erst diese Taktanpassungen auf der Siegstrecke ermöglichen es, auf Basis der aktuell vorhandenen Infrastruktur neue Direktverbindungen zwischen Bonn-Beuel und Köln zu realisieren. Die Zielvariante für den Vorlaufbetrieb lässt sich jedoch nicht sofort umsetzen. Hintergrund sind mehrere Faktoren, wie die noch nicht vorliegende Betriebsprogrammstudie durch DB InfraGo sowie Neuplanungen im gesamten Netz der S-Bahn Rheinland durch das ausführende Eisenbahnverkehrsunternehmen DB Regio NRW.
Daher wird für die Anfangszeit ab Dezember 2026 ein Mischkonzept vorgeschlagen. Hier soll die übergangsweise eingeführte Linie S 27 einmal stündlich mit allen Halten zwischen Troisdorf und Bonn-Beuel pendeln. Zudem sieht das Konzept vor, dass die Linie S 12 einmal stündlich in Troisdorf abbiegt und nicht wie üblich nach Hennef an der Sieg, sondern mit Halt an allen Stationen nach Bonn-Beuel fährt. Zudem soll die RB 27 auf diesem Streckenabschnitt auch über die S-Bahn-Strecke fahren und an allen Stationen halten.
Beim RE 8 muss noch geprüft werden, ob er in Bonn-Vilich halten kann. Wann genau von dem Mischkonzept auf die Zielvariante für den Vorlaufbetrieb gewechselt werden kann, steht derzeit noch nicht fest und ist auch vor dem Hintergrund der anstehenden Großbaumaßnahmen (Generalsanierungen Rechter Rhein und Linker Rhein sowie die Sanierung der Kölner Brücken) zu bewerten. Erarbeitet wurden diese beiden Varianten in den vergangenen Monaten vom Arbeitskreis S 13.
Diesen hatte die go.Rheinland-Verbandsversammlung ins Leben gerufen, um die bisherigen Planungen zu vertiefen und zwischen den verschiedenen regionalen Interessen zu vermitteln. Ein Vorlaufbetrieb bei der S 13 ist notwendig, da im Dezember 2026 noch nicht alle Infrastrukturprojekte für die im Zielkonzept vorgesehene Einführung der Linie S 13 im Zwanzig-Minuten-Takt von Düren nach Bonn-Beuel bzw. später Bonn-Oberkassel fertiggestellt sein werden.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de