24.11.25
Das Jahrestreffen des Zukunftsnetzes Mobilität NRW in der letzten Woche stand ganz im Zeichen der Frage „Wie gelingt nachhaltige Mobilität in Zeiten politische Veränderung?“ Mit Blick auf die jüngsten Kommunalwahlen diskutierten über 120 Verwaltungsmitarbeiter und weitere Experten, wie neue politische Konstellationen genutzt werden können, um frischen Schwung in die Mobilitätswende zu bringen.
Im Zentrum: Kommunikation als Schlüssel zur Veränderung – und die Rolle der Gebietskörperschaften als Gestalter vor Ort. In diesem Jahr feiert das Zukunftsnetz Mobilität NRW sein zehnjähriges Bestehen, unter anderem mit einer großen Jubiläumsveranstaltung im Sommer. Seit 2015 unterstützt das Netzwerk Kommunen dabei, nachhaltige Mobilitätsstrategien zu entwickeln und umzusetzen. Mit 343 Mitgliedskommunen ist es heute eines der größten kommunalen Netzwerke für Mobilitätsmanagement in Deutschland.
Ein Highlight des Vormittags war der Vortrag von Michael Adler, Gründer der Kommunikationsagentur „Tipping Points“. Unter dem Titel „Mobilität anders kommunizieren – Impulse für die neue Amtszeit“ zeigte Adler in fünf Thesen, wie gute Kommunikation helfen kann, die Chancen nach der Kommunalwahl zu nutzen und die Mobilitätswende aktiv zu gestalten. In einer moderierten Gesprächsrunde diskutierten Experten aus Kommunen und dem Zukunftsnetz, wie politische Veränderungen nach der Wahl neue Impulse für nachhaltige Mobilität setzen können.
Moderiert wurde die Runde von Christian Wißmann, Sozialwissenschaftler und Gründer des Beratungsbüros „Accentus“. Am Nachmittag standen praxisnahe Workshops auf dem Programm: Wie gelingt die Zusammenarbeit mit neuen Bürgermeistern oder Landräten? Wie bringt man Mobilität auf die politische Agenda? Die Teilnehmenden erarbeiteten gemeinsam Strategien, um Verwaltungsspitzen und Politik für Mobilitätsprojekte zu gewinnen.
Zum Abschluss gaben Exkursionen und Vorträge Einblicke in lokale Projekte – etwa die Entwicklung des Zanders-Areals zum urbanen Zukunftsquartier oder die Mobilitätsplanung rund um die Stadtmitte von Bergisch Gladbach. „Wir freuen uns, mit unseren Mitgliedskommunen heute nicht nur zehn Jahre Zukunftsnetz zu feiern, sondern auch gemeinsam den Blick nach vorn zu richten“, sagte Christoph Overs, Leiter der Koordinierungsstelle Rheinland. „Die Mobilitätswende gelingt nur gemeinsam – mit guten Ideen, starken Partnerschaften und dem Mut zur Veränderung.“
Das Zukunftsnetz Mobilität NRW ist Ansprechpartner für Kommunen in NRW in allen Bereichen der Entwicklung nachhaltiger Mobilitätsangebote. Mit Beratungsangeboten, Workshops, Schulungen und konkreten Aktionsmaterialien hilft das Netzwerk dabei, Mobilitätskonzepte umzusetzen und die kommunale Mobilitätswende voranzutreiben. Aktuell sind 343 Kommunen im Land Mitglied. Getragen wird das Unterstützungsnetzwerk von den drei Aufgabenträgern, dazu kommen Fördergelder des Landesverkehrsministeriums.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de