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VBK: Zwei Busse für die Ukraine

02.12.25

Die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) spenden zwei ausgemusterte Linienbusse an die Stadt Winnyzja in der Ukraine. Die Diesel-Busse sollen den öffentlichen Nahverkehr in der Metropole unterstützen, die seit 2023 Partnerstadt von Karlsruhe ist. Letzte Woche wurden die Fahrzeuge an die Hilfsorganisation „Rosinen Initiative“ übergeben, die den ersten Bus nun über Polen in die Ukraine überführt. Mit an Bord ist eine Bücherspende. Das zweite Fahrzeug startet dann am 8. Dezember nach Winnyzja und transportiert dabei vom städtischen Klinikum gespendete Medikamente sowie weitere medizinische Güter.

„Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine dauert nun fast vier Jahre. Mit dieser Spende wollen wir gegenüber den Menschen in der Ukraine weiterhin unsere Solidarität ausdrücken und in diesen schweren Zeiten ganz praktische und unbürokratische Hilfe leisten. Die Busse werden dazu beitragen, das öffentliche Leben und die Alltagsmobilität der Menschen in Winnyzja weiter aufrechtzuerhalten“, erklärt Frank Berger, der bei den VBK die gesamte Busflotte und den Kfz-Fuhrpark verwaltet.

Bei den Fahrzeugen handelt es sich um voll funktionsfähige Diesel-Busse, die in den vergangenen Jahren zuverlässig ihren Dienst für den öffentlichen Nahverkehr in der Fächerstadt verrichtet haben und nun im Zuge der Flottenmodernisierung bei den VBK – das Verkehrsunternehmen stellt seinen Busbetrieb auf Elektromobilität um – außer Dienst gestellt wurden. Nach einem letzten technischen Check wurden die beiden Busse für die Fahrt nach Winnyzja nun mit Überführungskennzeichen ausgestattet.

Mit den beiden Bussen setzt Karlsruhe seine Unterstützung für den Fuhrpark in der Partnerstadt fort. Zuvor hatten bereits die Branddirektion und das Team Sauberes Karlsruhe jeweils zwei Fahrzeuge als Spende auf den Weg gebracht. Außerdem gingen ein Minibus zur Schülerbeförderung und ein Transporter mit Rollstuhlrampe nach Winnyzja.

„Wir stehen eng an der Seite der Menschen in unserer Partnerstadt. Indem wir verschiedene Bereiche und Akteure zusammenbringen und vernetzen, können wir eine große Bandbreite der Hilfsleistungen für Winnyzja sicherstellen“, unterstreicht Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD). Vor dem Hintergrund, dass der russische Angriffskrieg sich auch gegen zivile Infrastruktur richtet, sei es wichtig, diese gezielt mit Fahrzeugen für den öffentlichen Bereich zu stärken. Auch die medizinische Versorgung spiele eine große Rolle.

„Es fehlt praktisch an allem“, verdeutlicht der Oberbürgermeister den Ernst der Lage. Daher hat das städtische Klinikum seit Beginn des Krieges schon mehrere Hilfslieferungen in die Ukraine auf den Weg gebracht. Dieses Mal gehen nun am 8. Dezember Infusionen, Antibiotika, Ernährungstherapeutika und Schmerzmittel nach Winnyzja. Im ersten Bus macht sich auch ein Paket mit deutschsprachiger Literatur auf die rund 1.750 Kilometer lange Reise nach Winnyzja. Damit soll der Literaturunterricht weiter aufrecht erhalten werden.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de