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Leistungsausweitungen in Rheinland-Pfalz

09.12.25

Mit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 wird es wieder Änderungen im Angebot im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) im Norden von Rheinland-Pfalz für das Jahr 2026 geben. „Mit dem diesjährigen Fahrplanwechsel setzen wir in vielen Regionen spürbare Verbesserungen um – von stabileren Fahrplänen im Westerwald über zusätzliche Spätverbindungen im Rhein-Sieg-Raum bis hin zu neuen Fahrzeugen im MoselLux-Netz“, sagt SPNV-Nord-Verbandsdirektor Thorsten Müller. „Besonders freuen wir uns auf die Wiedereröffnung der Ahrstrecke, die für die Menschen im Ahrtal ein wichtiger Schritt zurück zu mehr Normalität und Mobilität ist.“

Auf der Siegstrecke geht ein neuer, achtjähriger Verkehrsvertrag an den Start. Er beinhaltet die gewohnte Haltepolitik in Rheinland-Pfalz und damit alle Takt-Fahrten des RE 9 enthalten der bisherigen Halte in Brachbach, Kirchen, Betzdorf, Wissen und Au (Sieg). Zukünftig werden ausschließlich Doppelstockzüge mit Lokomotiven der Baureihe 147 zum Einsatz kommen. Der neue Fahrplan bietet insbesondere in den späten Abendstunden und am Wochenende sowohl in Fahrtrichtung Köln als auch in Fahrtrichtung Siegen zusätzliche Fahrten an.

Eine Verbesserung gibt es bei zwei Frühzügen der RB 90, welche im Fahrplanjahr 2025 regelmäßig mit hoher Verspätung unterwegs waren. Es handelt sich um die Ankunft des Zuges in Richtung Norden zum Schulbeginn in Hachenburg und Altenkirchen sowie den kreuzenden Gegenzug in Richtung Süden zum Schulbeginn in Hachenburg und Westerburg.

um Fahrplanwechsel tritt ein neues Betriebskonzept für die Ahrstrecke in Kraft. Mit den beiden Linien RB 30 (DB Regio) und RB 32 (Trans Regio) erhält das Ahrtal nicht nur ein erweitertes Angebot, sondern auch den nächsten Schritt in Richtung klimafreundlicher Elektromobilität. Bitte beachten Sie dazu unsere PI mit dem Titel „Neuer Fahrplan für RB 30 und 32 ab 14. Dezember 2025“ vom 17.11.2025. Der Start des neuen RE 19 („Rheingau-Loreley-Express“) verschiebt sich vom Dezember 2025 auf Dezember 2026.

Gründe sind Lieferverzögerungen bei den neuen Stadler-Fahrzeugen in Folge mehrerer Überschwemmungen von Werksstandorten sowie umfangreiche Bauarbeiten im Rahmen der Generalsanierung der rechten Rheinstrecke im zweiten Halbjahr 2026. Seit Mitte Oktober 2025 läuft der Probebetrieb der Neufahrzeuge vom Typ Stadler FLIRT 3 XL im Fahrgasteinsatz auf ersten Zügen der Regionalbahnlinien RB 81/82 zwischen Trier und Koblenz sowie Perl im Mosel-Lux-Netz.

Bis zum Fahrplanwechsel sollen 17 der insgesamt 19 vorgesehenen Fahrzeuge ausgeliefert sein, sodass ein Vollbetrieb möglich ist. Auch die Fahrgäste im Raum Trier profitieren ab dem Fahrplanwechsel von einigen Angebotsverbesserungen. Ab 14. Dezember werden die Fahrten der RB 71 (Saar-RB) stündlich über Trier hinaus bis nach Schweich verlängert. Ebenso werden die Fahrten der RB 84 (Weststrecke Trier) allesamt über Konz hinaus bis nach Saarburg verlängert.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de