17.12.25
Die Berliner Verkehrsbetriebe AöR hatten in der letzten Woche Richtfest für den neuen Elektrobusbetriebshof in Marienfelde. An der Minna-Todenhagen-Brücke in Treptow entsteht derzeit auf einer Fläche von insgesamt 6,6 Hektar ein hochmoderner Standort – vollständig ausgerichtet auf den Betrieb von Elektrobussen und ausgestattet mit modernster Lade-, Werkstatt- und Verwaltungstechnik. Der neue Betriebshof entsteht auf beiden Seiten der Minna-Todenhagen-Brücke direkt an der Spree.
Auf der Uferseite an der Köpenicker Landstraße entstehen Abstell- und Lademöglichkeiten für rund 220 Busse, eine Servicehalle mit Waschanlagen, ein Verwaltungsgebäude und Ladebrücken, an denen die Fahrzeuge durch Pantografen auf dem Dach automatisiert laden können. Auf der gegenüberliegenden Uferseite entsteht der Werkstattstandort sowie Abstellmöglichkeiten für weitere 32 Busse. Insgesamt wird der Standort zu einem modernen Arbeitsplatz für etwa 700 Mitarbeiter, die künftig den Berliner Südosten mit noch mehr lokal emissionsfreier Mobilität versorgen werden.
Kai Wegner (CDU), Regierender Bürgermeister von Berlin: „Berlin ist Vorreiter beim Ausbau der Ladeinfrastruktur und Elektromobilität – für einen attraktiven Nahverkehr und mehr Lebensqualität in unserer Stadt. Dieser Betriebshof ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer emissionsfreien Flotte. Die Verkehrswende ist machbar – wenn Berlin und Bund gemeinsam an einem Strang ziehen.“
Die Investitionskosten für den Bau des Betriebshofs Treptow belaufen sich auf rund 120 Millionen Euro. Dies ist eines von vielen Projekten, die im Rahmen der „Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr“ mit rund 160 Millionen Euro aus dem laufenden Haushalt des Bundesverkehrsministeriums gefördert werden.
„Wir bauen nach sechzig Jahren Pause gleich zwei neue Betriebshöfe auf einmal. Damit sollte jedem klar sein, wie ernst wir es meinen. Und wir brauchen beide Höfe dringend, um unserer Stadt auch in Zukunft ein stabiles Bussystem bieten zu können. Genau wie in der Säntisstraße setzen wir auch hier in Treptow komplett neue Standards für alle künftigen Projekte”, sagt Henrik Falk, Vorstandsvorsitzender der BVG AöR.
Auf dem Betriebshof wird ein Betriebshofmanagementsystem zum Einsatz kommen. Ein automatisiertes System, das den Fahrzeugeinsatz, deren Abstellung, Ladevorgänge und Serviceintervalle optimiert. Durchdachte Konzepte für Brandschutz, Wartung und Ladeinfrastruktur gewährleisten Stabilität durch Sicherheit und Betriebseffizienz.
Ute Bonde (CDU), Berliner Verkehrssenatorin: „Der Betriebshof an der Köpenicker Landstraße steht sinnbildlich wie ganz real für Berlins Weg in eine klimafreundliche, moderne und gesunde Verkehrszukunft. Dieser Standort ist nicht irgendein Bauprojekt. Er ist ein Meilenstein in der Dekarbonisierung der Berliner Busflotte. Das ist gelebte Verkehrs- und Umweltpolitik. Bund, Land und BVG haben hier Hand in Hand für das Klima gearbeitet.“
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de