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Angebotsverbesserungen im VRR

18.12.25

Seit dem Fahrplanwechsel am letzten Sonntag gibt es im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) erhebliche Leistungsausweitungen und die größten Veränderungen seit der Covid-Pandemie. Insgesamt werden 250.000 zusätzliche Zugkilometer werden zusätzlich bestellt, insgesamt kommt man auf knapp 53 Millionen jährliche Zugkilometer. Vorstandssprecher Oliver Wittke: „Wir machen den Nahverkehr attraktiver und planbarer. Mit mehr Kapazitäten, neuen Haltepunkten und einem erweiterten Angebot setzen wir ein starkes Signal für die Mobilitätswende. Unser Ziel ist klar: Wir wollen, dass die Menschen den Zug als erste Wahl für ihre täglichen Wege und Freizeitfahrten sehen.“

Die S6 ist zurück auf der Strecke zwischen Essen und Düsseldorf Nach dem Hangrutsch bei Hösel sind die Gleise ein halbes Jahr eher als geplant vollständig wiederhergestellt. Damit fährt die Linie wieder planmäßig und verbindet die beiden Städte zuverlässig. Die Linie S 9 hält erstmals in Herten-Westerholt und die erweiterte Station Gelsenkirchen-Buer Nord wird doppelt so häufig angefahren – auch die Züge von und nach Recklinghausen halten dort. Die Linie RRX 1 bietet in den Wochenendnächten mehr Platz: Mehrere Fahrten werden mit Doppeltraktionen gefahren, um die steigende Nachfrage zu bedienen.

Die Linie RE 10 fährt künftig länger. Montags bis donnerstags sowie sonntags gibt es zusätzliche Spätfahrten. Ab Kleve startet eine neue Verbindung um 23:54 Uhr nach Düsseldorf, eine Spätfahrt nach Mitternacht von Düsseldorf wird bis Kleve verlängert. Auf der Linie RE 19 wird die Zugreihung optimiert: Ab Düsseldorf fährt der vordere Zugteil nach Bocholt, der hintere nach Emmerich/Arnhem. Abends und sonntags vormittags kommen zusätzliche Doppeltraktionen zwischen Düsseldorf und Wesel zum Einsatz.

Die Linie RB 34 fährt künftig auch am Wochenende im Stundentakt. Sonntags beginnt die erste Fahrt bereits gegen sieben Uhr. Die Linie RB 35 verschiebt ihren Betriebsschluss werktags um eine Stunde nach hinten und bietet je Richtung eine zusätzliche Fahrt. Die Linie RB 39 fährt samstags durchgehend von und bis Düsseldorf Hauptbahnhof. Die Linie RB 46 bleibt montags bis freitags zwei Stunden länger im Halbstundentakt unterwegs – bis etwa 21:00 Uhr. Den Faktor Zugausfälle wegen Personalmangels hat die Branche in den Griff bekommen. Die personalbedingten Zugausfälle, die an manchen Tagen im zweistelligen Bereich lagen, konnten auf unter ein Prozent gesenkt werden.

Mit dem Fahrplanwechsel gibt es weitere Verbesserungen: Die S 28 fährt wieder ganztägig zwischen Wuppertal und Mettmann, die RB 36 verbindet Duisburg-Ruhrort und Oberhausen im Halbstundentakt, und der RE 44 ist zurück zwischen Bottrop und Moers. Auch die Linien RRX 4, RE 7, S 2 und S 68 nehmen ihr volles Angebot wieder auf – inklusive Zusatzfahrten in der Hauptverkehrszeit. Weitere erhebliche Einschränkungen wird es im Jahr 2026 allerdings auch durch das massive Bauaufkommen im Eisenbahnnetz geben.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de