19.12.25
Nach intensiven Tests und technischer Abnahme fährt Rostocks neue TINA-Straßenbahn erstmals im regulären Linienbetrieb. TINA steht für „Total Integrierter Niederflur-Antrieb“ und beschreibt das fahrgastfreundliche Konzept des Schweizer Herstellers Stadler. Zunächst wird eine TINA-Bahn auf den Rostocker Hauptlinien 1 und 5 eingesetzt, während zwei weitere Fahrzeuge für die Schulung des Fahrpersonals genutzt werden.
„Die Rostockerinnen und Rostocker können sich auf topmoderne barrierefreie Straßenbahnen mit umweltverträglichen Klimaanlagen, WLAN und einem großzügigen Innenraum freuen“, erklärten die RSAG-Vorstände Yvette Hartmann und Jan Bleis. „Vom Start 2018 bis zum heutigen Linieneinsatz war es ein langer Weg mit sehr intensiven Diskussionen in der Stadtpolitik, mehreren Projektstufen und einer umfangreichen Testphase. Nun erhält Rostock eine neue Generation von Straßenbahnen, die über viele Jahre das Stadtbild prägen und den öffentlichen Nahverkehr noch attraktiver machen wird.“
Ines Jesse (SPD), Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern, übermittelte die Glückwünsche der Landesregierung und betonte: „Mit der Inbetriebnahme der neuen TINA schreiben wir ein neues Mobilitätskapitel für Rostock. Moderne, sichere und barrierefreie Straßenbahnen schaffen ein attraktives Angebot für die Menschen vor Ort und stärken den Nahverkehr nachhaltig. Zugleich zeigt dieser Tag, wie wir die Mobilitätsoffensive Mecklenburg-Vorpommern Schritt für Schritt erfolgreich umsetzen. Die Landesregierung unterstützt dieses Zukunftsprojekt mit insgesamt 11,75 Millionen Euro. Dass wir die Förderung um weitere 2,3 Millionen Euro für die dreißig TINA erhöhen konnten, ist ein wichtiges Signal: Wir investieren konsequent in einen zuverlässigen, leistungsfähigen und zukunftsfesten ÖPNV für die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern – in der Stadt und im ländlichen Raum.“
Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger (Linkspartei) zeigte sich ebenso begeistert: „Mit den neuen TINAs wird Straßenbahnfahren in Rostock noch attraktiver – moderne Fahrzeuge, hoher Komfort und vorbildliche Barrierefreiheit sind ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum verkehrspolitischen Ziel eines zwanzigprozentigen ÖPNV-Anteils. Die stetig steigenden Fahrgastzahlen zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Mein Dank gilt dem Land für die finanzielle Unterstützung und der RSAG für ihr großartiges Engagement, die positive Entwicklung im ÖPNV konsequent fortzusetzen.“
„Die positive Resonanz aus Rostock zeigt, dass moderne Mobilität nicht nur technisch überzeugt, sondern auch emotional begeistert“, sagte Ansgar Brockmeyer, Verkaufschef von Stadler. „Wir danken der RSAG und der Landesregierung für ihr Vertrauen. Dass wir das Projekt termingerecht umsetzen konnten, bestätigt den Erfolg unseres innovativen Fahrzeugkonzepts.“ Auf sechs Linien werden in Rostock pro Jahr rund 3,1 Millionen Tramkilometer erbracht.
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de