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Stellwerksrückbau in Gerwisch startet

12.01.26

Nach dem Brand im Stellwerk Gerwisch leitet die Deutsche Bahn den nächsten entscheidenden Schritt ein: Der Rückbau des beschädigten Stellwerks begann am 7. Januar. Parallel laufen die Vorbereitungen für den Neubau eines modernen Elektronischen Stellwerks (ESTW), um die volle Streckenkapazität zwischen Magdeburg und Berlin dauerhaft wiederherzustellen. Am 23. September letzten Jahres war es im Stellwerk Gerwisch zu einem Brand mit irreparablen Schäden an der Leit- und Sicherungstechnik gekommen.

Seitdem ist das Stellwerk außer Betrieb. Die DB InfraGO hatte anschließend umfangreiche Maßnahmen eingeleitet, um den Zugverkehr schrittweise wieder aufzunehmen und die Auswirkungen für die Fahrgäste möglichst gering zu halten. Im ersten Quartal 2026 wird die Deutsche Bahn die Stellwerke Biederitz und Möser technisch koppeln, um den Ausfall des dazwischen liegenden Stellwerkes Gerwisch teilweise zu kompensieren.

Damit wird die Kapazität auf bis zu sechs Züge pro Stunde je Richtung noch einmal erhöht. Notwendig sind dafür umfangreiche Kabelarbeiten, technische Umbauten sowie neue Übertragungstechnik. Der Rückbau des bisherigen Stellwerks in Gerwisch sowie der zugehörigen Anlagen soll bis Ende Februar 2026 abgeschlossen sein. Die Inbetriebnahme des neuen ESTW ist für das vierte Quartal geplant. Bis dahin bleibt das Ersatzkonzept bestehen, das nach dem Feuerschaden eingeführt worden ist.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
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Quelle: Zughalt.de