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VHH erzeugt Solar-Ladestrom

12.01.26

Die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (vhh.mobility) setzt bei der Gestaltung des Dieselausstiegs verstärkt auf selbst erzeugte Elektrizität. Auf den Betriebshöfen Schenefeld und Billbrook sollen in den kommenden Monaten zwei neue Photovoltaikanlagen realisiert werden, die künftig zur direkten Ladung der Elektrobusse genutzt werden sollen. Damit baut das Unternehmen seine Energieautonomie systematisch aus, reduziert CO2-Emissionen und leistet einen wichtigen Beitrag zu den Klimazielen der Stadt Hamburg.

Auf dem Betriebshof Schenefeld wird dazu eine großflächige Solaranlage errichtet, die auf der Pergolakonstruktion über der dortigen Ladeinfrastruktur installiert wird. Insgesamt werden rund 1.400 Solarmodule verbaut. Sie können künftig etwa 570.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen – und damit rein rechnerisch rund 200 Einfamilienhäuser ein ganzes Jahr lang versorgen. Allerdings liefern sie die Elektrizität nur am Tag und während die Sonne scheint, sodass es für die nachts zu ladenden Elektrobusse zunächst problematisch ist.

Hier gilt es, Speichermöglichkeiten zu finden, um die Elektrizität für die nächtlichen Ladestunden zu speichern. Für den Betriebshof bedeutet dies, dass etwa 1.400 Busladungen jährlich allein aus eigener Solarstromproduktion gedeckt werden können. Durch diese lokal erzeugte und verbrauchte erneuerbare Energie lassen sich 333 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Gleichzeitig muss der Fahrstrom nicht mehr extern eingekauft werden, sondern kann direkt selbst aus dem Dach gezogen werden.

Beauftragt wurde das Schenefelder Unternehmen Sapotech, das vor Ort stark verwurzelt ist und deutschlandweit Projekte dieser Art umsetzt. Die Fertigstellung ist für das zweite Quartal 2026 vorgesehen. Auch der etwas kleinere E-Betriebshof in Billbrook soll eine eigene Photovoltaikanlage erhalten. Dort werden dann künftig etwa 340.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugt, die ebenfalls direkt in den Ladebetrieb der Elektrobusse fließen sollen.

„Mit unseren neuen Photovoltaikanlagen schaffen wir eine tragfähige Grundlage für eine klimaneutrale Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs“, sagt Lorenz Kasch, Geschäftsführer von vhh.mobility. „Der Hamburger Zukunftsentscheid verpflichtet uns alle, den Weg zur Klimaneutralität bis 2040 entschlossen zu gehen. Indem wir unsere E-Busse zunehmend mit selbst produziertem Solarstrom laden, zeigen wir ganz konkret, wie diese Zukunft aussehen kann. Jede Kilowattstunde aus eigener Erzeugung bringt uns dem Ziel eines emissionsfreien Busbetriebs ein Stück näher und stärkt zugleich unsere Versorgungssicherheit.“

Mit den Investitionen setzt vhh.mobility ein sichtbares Zeichen für nachhaltige Mobilität in der Metropolregion Hamburg und untermauert ihren Anspruch, Vorreiterin bei der klimafreundlichen Transformation des öffentlichen Personennahverkehrs zu sein. Neben der Hamburger Hochbahn ist die vhh.mobility das zweite große Verkehrsunternehmen an der Waterkant.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de