26.01.26
Im nordrhein-westfälischen Elektrohandwerk gibt es ab Februar ein preisreduziertes Deutschlandticket für Auszubildende der Branche. Man will damit ein Zeichen für moderne Mobilität und die Attraktivität der dualen Berufsausbildung setzen. Vom 1. Februar 2026 an erhalten Auszubildende im Elektrohandwerk NRW ein Deutschlandticket Job (DT Job) zum Preis von 37,80 Euro monatlich, was sechzig Prozent des regulären Deutschlandtickets entspricht. Die Ausbildungsbetriebe übernehmen diesen Betrag vollständig als Mobilitätszuschuss gemäß Tarifvertrag.
Die Abrechnung erfolgt direkt zwischen Verkehrsunternehmen und Betrieb, während die Differenz zum Regelpreis durch Drittmittel ausgeglichen wird. Diese kurzfristig entwickelte Lösung zeigt, wie schnell und wirkungsvoll Tarifpartner, Verkehrsunternehmen und Verbände handeln können, wenn es darum geht, junge Menschen zu entlasten und Mobilität zum festen Bestandteil guter Ausbildungsbedingungen zu machen.
VRR-Vorstandssprecher Oliver Wittke: „Der VRR sieht in dieser Deutschlandticket-Lösung einen echten Mehrwert für Auszubildende, der über Arbeitszeit und Entlohnung weit hinausgeht, weil es Mobilität sichert. Mit dem Elektrohandwerk NRW geht der erste Branchenverband nun voran und bietet jungen Menschen einen einfachen Zugang zu moderner und umweltfreundlicher Mobilität. So wird der öffentliche Nahverkehr frühzeitig Teil des Berufsalltags – und die Mobilitätswende konkret erlebbar. Der VRR setzt sich dafür ein, dass dieser Schritt einen Vorbildcharakter für andere Branchen und deren Tarifverträge entfaltet.“
Seit seiner Einführung hat das Deutschlandticket bundesweit gezeigt, welches Potenzial einfache, bezahlbare Mobilitätsangebote entfalten: Millionen Menschen nutzen es bereits regelmäßig, die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs wurde spürbar erleichtert, und der Weg hin zu nachhaltiger Mobilität wurde geebnet. Mit dem neuen Modell für Auszubildende im Elektrohandwerk NRW wird diese Erfolgsgeschichte konsequent fortgeschrieben.
Die Initiative steigert nicht nur die Attraktivität der Ausbildungsbetriebe, sondern macht den ÖPNV zu einem selbstverständlichen Teil des täglichen Arbeitswegs junger Menschen. Sie trägt dazu bei, den privaten Pkw zu ersetzen, die Verkehrswende zu unterstützen und Mobilität als Standortfaktor zu stärken – ein Thema, das für Betriebe und Fachkräftenachwuchs an Bedeutung gewinnt.
Martin Böhm, Präsident des Fachverbands Elektro- und Informationstechnische Handwerke NRW: „Wer eine Ausbildung im Elektrohandwerk wählt, kann auf moderne und verlässliche Rahmenbedingungen zählen. Das Deutschlandticket steht für Verantwortung gegenüber unseren Auszubildenden sowie für Anerkennung und Wertschätzung ihrer Arbeit. Es unterstützt die allgemeine Mobilität junger Menschen und trägt dazu bei, die berufliche Bildung aufzuwerten. Eine echte Gleichstellung von beruflicher und akademischer Bildung sollte sich so spürbar in der Lebensrealität junger Menschen widerspiegeln.“
Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de