Jobportal für die Bahnbranche & ÖPNV

ZVVO sieht sich im Übergangsjahr

29.01.26

Der Zweckverband Verkehrsverbund Ostsachsen (ZVVO) hat sich auf seiner ersten Sitzung in Bautzen konstituiert und Beschlüsse für die weitere Entwicklung des Nahverkehrs in den bisherigen Verbünden Oberelbe und Oberlausitz-Niederschlesien gefasst. Mit den neuen Verbandsräten aus dem Landkreis Görlitz sowie der Großen Kreisstadt Görlitz wurde der bisherige Verbandsvorsitzende Michael Geisler (CDU), Landrat des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, im Amt bestätigt.

Stellvertreter sind Udo Witschas (CDU), Landrat des Landkreises Bautzen sowie Dirk Hilbert (FDP), Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden. Darüber hinaus wurden Personalentscheidungen für die beiden Gesellschaften VVO GmbH sowie VON GmbH getroffen, die im Auftrag des Zweckverbandes tätig sind. Die beiden Gesellschaften werden gemäß Beschluss der heutigen Verbandsversammlung zukünftig von Burkhard Ehlen in Personalunion geführt.

„Um die einheitliche Geschäftsführung von Zweckverband und den beiden Gesellschaften zu gewährleisten, wird der bisherige Geschäftsführer des VVO, Burkhard Ehlen, zukünftig auch für die VON GmbH verantwortlich sein“, erläutert Landrat Udo Witschas. „Die Verbandsversammlung bedankt sich beim bisherigen Geschäftsführer Christoph Mehnert für die geleistete Arbeit und die Begleitung des Integrationsprozesses und wünscht ihm für die berufliche und private Zukunft alles Gute.“

Trotz der geplanten Verschmelzung beider GmbHs bleiben die Standorte Dresden und Bautzen unabhängig voneinander dauerhaft erhalten. Die Verbandsversammlung wurde zum aktuellen Stand der tariflichen Übergangslösungen zwischen dem ZVON-Tarif und dem VVO-Tarif informiert.

„Mit dem Deutschlandticket konnten schon Vereinfachungen für Pendler geschaffen werden, aber insbesondere für Bürgerinnen und Bürger, die nur gelegentlich zwischen den beiden Tarifgebieten fahren, muss es rasch einfache Lösungen geben“, betont Landrat Udo Witschas. „Ein erster Schritt ist die Ausweitung des sogenannten Katzensprungtickets, so dass die Fahrgäste rund um Bischofswerda, Bautzen und Wilthen mehr Busse für die Anfahrt zum Zug in die Landeshauptstadt nutzen können.“

Die Ausweitung erfolgt spätestens zum Sommer dieses Jahres. Als zweiter Baustein wird bis zum Sommer 2026 das im VVO bereits etablierte System FAIRTIQ auf den ZVON ausgeweitet. „So können die Fahrgäste dann mit einem Check-In beim Einsteigen und einem Check-Out beim Aussteigen durch einen Tarifrechner im Hintergrund den günstigsten Preis für die Fahrt durch beide Verbundgebiete nutzen.“

Für die ebenfalls angestrebte gegenseitige Anerkennung der Bildungstickets von VVO und ZVON laufen noch Gespräche: „Wenn das Ticket zukünftig in beiden Verbünden gilt, müssen die dann geringen Einnahmen ausgeglichen werden und über deren Höhe sowie die Finanzierung sind wir mit den Verkehrsunternehmen im Gespräch“, so Landrat Udo Witschas.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de