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BaWü finanziert kommunale Nebenbahnen

30.01.26

Das Land Baden-Württemberg unterstützt den Schienenverkehr auf kommunalen Nebenbahnen künftig stärker finanziell. Zum Jahresende hat das Verkehrsministerium die entsprechenden Finanzierungsverträge abgeschlossen. „Wir unterstützen diese Nebenstrecken und sichern so ein gutes Mobilitätsangebot abseits der Hauptrouten. So entlasten wir Städte und Landkreise. Das Land beteiligt sich damit dauerhaft an ihrer Finanzierung. Wir geben den Kommunen damit Planungssicherheit.

Mit festen Landesbeiträgen können sie ihre Bahnen verlässlich betreiben und weiterentwickeln. Die Verträge gelten rückwirkend für 2025. Das hilft den kommunalen Trägern sofort und federt steigende Betriebskosten ab. Wo lokal Verantwortung für die Schiene übernommen wurde, unterstützen wir ab 2027 noch mal mehr. Dazu kommt ein Bonus für Reaktivierungen“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne). Mit den neuen Vereinbarungen steigt das Land in dieser Form neu in die Finanzierung kommunal betriebener Nebenbahnen ein.

Insgesamt mobilisiert das Land dafür bis 2031 rund 130 Millionen Euro aus Regionalisierungsmitteln. Für die Jahre 2025 und 2026 sind jeweils 15 Millionen Euro vorgesehen, ab 2027 bis 2031 jeweils zwanzig Millionen Euro pro Jahr. Die Mittel werden als feste Finanzierungsbeiträge ausgezahlt. Grundlage ist der Landesstandard gemäß dem SPNV-Zielkonzept 2025. Mit dem neuen Finanzierungsmodell sichert das Land den langfristigen Betrieb wichtiger regionaler Bahnstrecken.

Fahrgäste profitieren von stabilen Angeboten. Für Strecken, die seit 1996 reaktiviert wurden, wie die Schönbuchbahn, sieht das Land ab 2027 zusätzlich einen Bonus vor. Damit würdigt Baden-Württemberg das Engagement von Kommunen, die früh in den Schienenverkehr investiert haben. Zugleich kann das Land bei Bedarf zusätzliche Sitzplatzkapazitäten finanzieren, wenn die Nachfrage steigt.

Stefan Hennigfeld
Redaktioneller Leiter
Zughalt e.V.
Siegfriedstr. 24a
58453 Witten
Quelle: Zughalt.de